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Fertigung

DBU: Kunststoffrecycling fördert Klimaschutz und Wirtschaftsstandort

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fordert dringend Maßnahmen zur Stärkung der Kunststoffrecyclingindustrie. Eine neue Studie schlägt Lösungen zur Stabilisierung des Marktes für recycelte Kunststoffe vor.

13. Oktober 2026
DBU: Kunststoffrecycling fördert Klimaschutz und Wirtschaftsstandort

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) mahnt dringend zu Impulsen für die Wettbewerbsfähigkeit der Kunststoffrecyclingbranche in Deutschland. Laut einer Untersuchung des Wuppertal Instituts im Auftrag der DBU benötigt der Sektor neue Anstöße zur Förderung von Klima- und Ressourcenschutz sowie zur Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen.

Die auf der Fachmesse IFAT in München vorgestellte Studie präsentiert sechs Lösungsansätze zur Rettung der Branche. Dazu gehören die Förderung zirkulärer Geschäftsmodelle, eine globale Plastikabgabe und die Ausrichtung öffentlicher Beschaffung auf eine erhöhte Nachfrage nach Rezyklaten, also recycelten Kunststoffen. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde betonte die Notwendigkeit, vielversprechende deutsche Technologien im Kunststoffsektor zu erhalten.

Die neue EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR), die im August 2026 in Kraft tritt, wird erhebliche Veränderungen für die Branche mit sich bringen. Die Verordnung legt Mindestquoten für den Einsatz von Recyclingmaterialien in Verpackungen und Einweg-Plastikflaschen fest, um das Verpackungsaufkommen zu reduzieren, die Recyclingfähigkeit zu verbessern und den Einsatz von Recyclingmaterialien anstelle fossiler Rohstoffe zu erhöhen.

Die Studie weist jedoch auf eine schwache Nachfrage nach Rezyklaten hin, was die Investitionssicherheit in der Branche beeinträchtigt. Die Forscher schlagen Maßnahmen wie eine Plastikabgabe und eine Reduzierung der Materialvielfalt vor, um die Produktion hochwertiger Recyclingmaterialien zu erleichtern und den Markt zu stabilisieren.

Originalquelle: dbu.de