DBU setzt auf Bildungsinitiativen gegen Lebensmittelverschwendung
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fokussiert auf den Bildungssektor, um durch berufliche Qualifizierung und Bewusstseinsbildung Lebensmittelverluste systematisch zu reduzieren.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) intensiviert ihre Bemühungen, der Lebensmittelverschwendung durch gezielte Bildungsarbeit entgegenzuwirken. Da etwa ein Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel ungenutzt bleibt, gehen wertvolle Ressourcen wie Wasser und Energie verloren. In Deutschland liegt das jährliche Abfallvolumen bei 10,9 Millionen Tonnen, wovon ein signifikanter Teil in der Außer-Haus-Verpflegung anfällt.
Laut Verena Exner, Referatsleiterin bei der DBU, bieten Kantinen und Bildungseinrichtungen enormes Potenzial als Multiplikatoren. Durch die fachliche Qualifizierung des Personals sowie die Sensibilisierung junger Menschen könne ein nachhaltigerer Umgang mit Lebensmitteln etabliert werden, der weit über die Institutionen hinaus in den Alltag der Familien ausstrahlt.
Konkret fördert die DBU Projekte wie „Mittel zum Leben“, bei dem bundesweit 44 Bildungszentren ihr Nachhaltigkeitsmanagement professionalisieren und die Wertschätzung von Lebensmitteln entlang der gesamten Wertschöpfungskette thematisieren. Ergänzend dazu unterstützt die DBU grenzüberschreitende Projekte, etwa zur Ernährungsbildung in ungarischen Grundschulen.
Ziel der Stiftung ist es, durch die Kombination von praxisnaher Ausbildung und Aufklärungsarbeit übertragbare Strategien zur Ressourcenoptimierung zu etablieren.