DBU präsentiert neue Carbonfaser-Technologien auf Kongress
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) stellt zwei umweltfreundlichere Projekte zur Herstellung und zum Recycling von Carbonfasern auf dem KONGRESS BW 2026 in Heidelberg am 22. Oktober 2026 vor.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) präsentiert auf dem KONGRESS BW 2026 in Heidelberg am 22. Oktober 2026 zwei Projekte, die auf eine umweltfreundlichere Herstellung und ein besseres Recycling von Carbonfasern abzielen. Der Kongress widmet sich dem industriellen Klimaschutz, der Ressourceneffizienz und der Kreislaufwirtschaft.
Die von der DBU geförderten Projekte zeigen Ansätze zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der Umweltbelastung bei der Herstellung und Wiederverwendung von Carbonfasern. Derzeit sind die Produktionsverfahren für Carbonfasern energieintensiv und basieren oft auf erdölbasierten Rohstoffen. Gesucht werden innovative Verfahren, die Energie, Ressourcen und Schadstoffe einsparen und eine hochwertige Wiederverwendung ermöglichen.
Ein vorgestelltes Projekt der FH Aachen (IMP) nutzt ein GHz-Plasmaverfahren zur energie- und lösemittelfreien Herstellung von Carbonfasern. Dieses Verfahren reduziert den Energiebedarf bei der Stabilisierung um 80 Prozent und schließt durch Anpassung für die Carbonisierung die Prozesskette. Dies steht im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden, die energieintensiv sind und umweltbelastende Lösungsmittel verwenden.
Ein weiteres Projekt der Wagenfelder Spinnereien GmbH entwickelt eine materialeffiziente Wertschöpfungsroute für recycelte Carbonfasern. Anstatt wie bisher üblich zu einem Downcycling zu führen, wird ein Hybridgarn aus recycelten Fasern und Polyamid entwickelt. Ziel ist die Herstellung von Hochleistungsbauteilen, die mindestens dreimal wiederverwendet werden können, was die CO2-Emissionen pro Zyklus um bis zu 68 Prozent senken kann.
Der KONGRESS BW 2026 findet am 21. und 22. Oktober 2026 in Heidelberg statt. Das Forum der DBU zu Carbonfasern ist für den 22. Oktober von 11:15 bis 12:15 Uhr angesetzt.