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Technologie

DeepSeek startet Entwicklung eigener KI-Chips für Inferenzen

Das chinesische KI-Startup DeepSeek hat Berichten zufolge ein eigenes Projekt zur Entwicklung von KI-Chips für Inferenzen gestartet. Ziel ist es, Kosten und Abhängigkeit von Zulieferern wie NVIDIA zu reduzieren.

8. Juli 2026
DeepSeek startet Entwicklung eigener KI-Chips für Inferenzen

Das chinesische KI-Startup DeepSeek hat ein internes Projekt zur Entwicklung von Chips für künstliche Intelligenz gestartet, mit einem besonderen Fokus auf Inferenzen (Schlussfolgerungen). Quellen zufolge zielt die Initiative darauf ab, die Kosten für Inferenzen durch individuell entwickelte Prozessoren zu senken und somit die Abhängigkeit des Unternehmens von ausländischen Anbietern wie NVIDIA zu verringern.

Das Projekt befindet sich nach Angaben aus informierten Kreisen noch in einem frühen Stadium und konzentriert sich auf die Inferenzphase, nicht auf das Training von Modellen. Da die Nutzung generativer KI zunimmt, hat sich die Inferenz zu einem der am schnellsten wachsenden Segmente des KI-Marktes entwickelt. Anders als das Training, das konzentrierte Rechenleistung in kurzen Stößen erfordert, muss die Inferenz kontinuierlich eine große Menge an Nutzeranfragen bedienen. Dies macht Kosteneffizienz, Stromverbrauch und Zuverlässigkeit zu entscheidenden Faktoren.

Quellen zufolge begann DeepSeek vor etwa einem Jahr mit der Chip-Entwicklung und hat in den letzten Monaten die Personalbeschaffung intensiviert. Erfahrene Chip-Ingenieure für Architektur, Verifikation und Software-Unterstützung wurden gezielt rekrutiert. DeepSeek gilt als eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen für Basismodelle in China, und mit steigender Nachfrage nach seinen Diensten ist die Recheninfrastruktur zu einer erheblichen Betriebsausgabe geworden.

Die Entwicklung eigener KI-Chips ist für viele führende KI-Unternehmen weltweit eine strategische Priorität. Für DeepSeek könnte diese Initiative langfristig zu Kostensenkungen und einer verbesserten Effizienz bei der Bereitstellung führen und die Wettbewerbsposition stärken. Die Chip-Entwicklung ist jedoch ein kapitalintensives und zeitaufwändiges Unterfangen, das typischerweise über ein Jahr von der Konzeption bis zur Massenproduktion dauert. Eine unmittelbare Auswirkung auf den KI-Chipmarkt ist daher unwahrscheinlich.

DeepSeek sucht zudem nach seiner ersten externen Finanzierungsrunde. Berichten zufolge strebt das Unternehmen eine Finanzierung von rund 7 Milliarden US-Dollar an. Sollte die Runde erfolgreich sein, wird erwartet, dass Investitionen in die Chip-Entwicklung und andere KI-Infrastrukturen eine Schlüsselpriorität darstellen werden.

Originalquelle: technode.com