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Technologie

DeepSeek senkt Preise um 75%, aber Kosten für Agentensysteme steigen

Die Preissenkung von DeepSeek um 75 % für sein V4-Pro-Modell löst die Kostenprobleme für KI-Unternehmen nicht vollständig. KI-Agentensysteme verbrauchen Tokens schneller als die Preise sinken, was die tatsächlichen Kosten pro Benutzeranfrage vervielfacht.

12. Juli 2026
DeepSeek senkt Preise um 75%, aber Kosten für Agentensysteme steigen

Der KI-Modellanbieter DeepSeek hat die Preise für sein V4-Pro-Modell um 75 % gesenkt. Diese Maßnahme hat die Kostensorgen für Unternehmen, die KI-Lösungen entwickeln und einsetzen, jedoch nicht vollständig gelindert.

Obwohl die Kosten pro Token für KI-Modelle gesunken sind, verbrauchen KI-Agentensysteme Tokens wesentlich schneller, als die Preise fallen. Dies liegt daran, dass ein Agentensystem eine einzelne Benutzeranfrage in mehrere sequentielle Modellaufrufe umwandelt, die Planung, Abruf, Werkzeugnutzung, Verifizierung und Zusammenfassung umfassen.

Die herkömmliche Softwareökonomie ging davon aus, dass die Infrastrukturkosten mit der Anwendungsentwicklung sinken. Bei KI wird diese Annahme jedoch in Frage gestellt, da die Komplexität von Agenten-Workflows die Kosten pro Anfrage erheblich erhöht, was durch Preissenkungen allein nicht ausgeglichen werden kann. Die erheblichen API-Gutschriften, die OpenAI beispielsweise Start-ups von Y Combinator anbietet, deuten darauf hin, dass der Betrieb eines KI-nativen Unternehmens zunehmend teuer wird.

Diese Entwicklung droht die Margen traditioneller SaaS-Geschäftsmodelle zu schmälern, da Power-User oft den größten Nutzen ziehen, aber auch mehr Ressourcen verbrauchen, als ihre monatlichen Abonnements abdecken. Dies führt zu einem Paradoxon, bei dem die engagiertesten Kunden eines Unternehmens potenziell am wenigsten profitabel sind.

Originalquelle: venturebeat.com