Deeptech-Investoren fordern Transparenz bei Indiens RDI-Fonds wegen Interessenkonflikten
Die erste Mittelvergabe von Indiens 1 Billion Rupien schwerem F&E-Fonds für Deeptech hat Debatten über angebliche Verbindungen zwischen Begünstigten und Mitgliedern des Anlageausschusses ausgelöst.

Indiens mit 1 Billion Rupien dotierter Fonds für Forschung, Entwicklung und Innovation (RDI), der als Katalysator für den Deeptech-Sektor gedacht ist, steht nach seiner ersten wichtigen Mittelvergabe unter Beobachtung. Es sind Bedenken hinsichtlich angeblicher Verbindungen zwischen den empfangenden Unternehmen und Mitgliedern des Anlageausschusses (IC) des Fonds aufgekommen, was zu Forderungen nach mehr Transparenz und Aufsicht führt.
Berichten zufolge hatten 15 der 22 Unternehmen, die in der ersten Runde 2.192 Mrd. Rupien erhielten, Anlagebeziehungen zu sieben der 12 IC-Mitglieder. Diese Unternehmen, darunter Tejas Networks und Ather Energy, machten über 1.377 Mrd. Rupien aus, etwa 62 % des genehmigten Betrags. Während die IC-Mitglieder erklärt haben, Interessen offengelegt und sich bei Bedarf zurückgezogen zu haben, und die Regierung behauptet, keine Regeln verletzt zu haben, stellen Branchenteilnehmer Fragen.
Es wurden Bedenken geäußert, dass die Struktur des Fonds etablierte, gut kapitalisierte Unternehmen bevorzugen könnte, was neueren Akteuren potenziell schaden würde. Auch die zweistufige Umsetzung des Fonds, die teilweise über das Technology Development Board (TDB) verwaltet wird, ist im Hinblick auf Zugänglichkeit und Fairness diskutiert worden.
Deeptech-Investoren und Branchenteilnehmer stellen in Frage, ob eine vorherige Offenlegung und ein Rückzug ausreichen, wenn Brancheninsider an der Verteilung öffentlicher Mittel beteiligt sind. Die aufkommende Sorge ist, dass der staatlich geförderte Fonds unbeabsichtigt bestehende Hierarchien verstärken könnte, indem er etablierte Investoren und Unternehmen mit starken Netzwerken begünstigt, anstatt einen breiteren Pool an Talenten und Innovationen zu fördern.