DEHN publiziert Schutzkonzepte für Sportanlagen gegen Blitzeinschläge
Die zunehmende Gewitterhäufigkeit erfordert verbesserte Blitzschutzmaßnahmen an Sportstätten, um Sportler und Zuschauer vor gefährlichen Spannungen zu schützen.

Das Unternehmen DEHN hat technische Empfehlungen zur Blitzschutzsicherung von Sportanlagen veröffentlicht. Angesichts einer steigenden Anzahl von Gewitterereignissen wächst der Bedarf an wirksamen Schutzmaßnahmen, insbesondere für Flutlichtanlagen, Zuschauertribünen und Einzäunungen. Metallische Strukturen können bei Blitzeinschlägen als Stromleiter fungieren und durch Berührungs- sowie Schrittspannungen lebensgefährliche Verletzungen bei Personen in der Nähe verursachen.
Die geltenden Landesbauordnungen fordern für bauliche Anlagen, bei denen ein Blitzschlag zu schweren Folgen führen kann, die Installation dauerhaft wirksamer Schutzsysteme. DEHN betont, dass neben dem Gebäudeblitzschutz auch der Blitzschutz-Potentialausgleich essenziell ist, um gefährliche Potentialunterschiede zu minimieren. Dies betrifft auch in die Anlage eingeführte Energie- und Datenkabel, die in das Schutzkonzept einbezogen werden müssen.
Um die Gefahren durch Überschläge an Masten und Tribünen zu eliminieren, empfiehlt der Hersteller den Einsatz isolierter Blitzschutzsysteme unter Verwendung hochspannungsfester HVI-Leitungen. Diese verhindern, dass die Metallkonstruktionen blitzstromführend werden. Die Auslegung der Systeme sollte dabei stets gemäß der aktuellen Blitzschutznorm DIN EN 62305-3 erfolgen, um den Schutz von Menschenansammlungen auf Sportgeländen sicherzustellen.