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Delhi HC: Persönlichkeitsrechte "geraten außer Kontrolle", Bedenken hinsichtlich Redefreiheit

Das Delhi High Court beobachtete, dass Persönlichkeitsrechte "außer Kontrolle geraten" und breite Beschränkungen die Redefreiheit beeinträchtigen könnten. Das Gericht verhandelte einen Antrag der Schauspielerin Janhvi Kapoor.

12. August 2026
Delhi HC: Persönlichkeitsrechte "geraten außer Kontrolle", Bedenken hinsichtlich Redefreiheit

Das Delhi High Court (HC) stellte gestern fest, dass das Konzept des Schutzes von Persönlichkeitsrechten "außer Kontrolle gerät" und warnte, dass weitreichende Beschränkungen die Redefreiheit beeinträchtigen könnten. Richter Anup Jairam Bhambhani äußerte dies während der Verhandlung des Antrags der Schauspielerin Janhvi Kapoor auf Schutz vor unbefugter kommerzieller Ausbeutung ihres Namens, Bildes und anderer Persönlichkeitsmerkmale.

Das Gericht untersuchte den Umfang von Persönlichkeitsrechten im digitalen Zeitalter, einschließlich des Ausmaßes, in dem öffentliche Personen die Entfernung von Online-Inhalten verlangen können und ob eine solche Erleichterung legitime Meinungsäußerungen unbeabsichtigt einschränken könnte. Kapoor fordert die Entfernung von über 5.000 Webseiten und Social-Media-Posts, die angeblich ihren Namen und ihre Persona kommerziell ausnutzen, unter anderem durch KI-generierte Inhalte und Identitätsdiebstahl.

Das HC befand die beantragten Maßnahmen als zu breit gefasst und forderte Kapoors Anwalt auf, eine Liste von Webseiten einzureichen, die "offensichtlich pornografische, obszöne, lüsterne, wollüstige" Inhalte enthalten und ihre Persönlichkeitsrechte durch den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen zu monetarisieren scheinen. Das Gericht lehnte jedoch eine pauschale Anordnung zur Entfernung von Fanseiten ab, da dies Auswirkungen auf die Redefreiheit haben könnte.

Das Gericht merkte an, dass Fanseiten kritisch gegenüber der Arbeit einer öffentlichen Person sein könnten, und hinterfragte, ob solche Seiten allein wegen der Abbildung des Prominenten geschlossen werden sollten. Das HC untersuchte auch die Schnittmenge zwischen Persönlichkeitsrechten und Urheberrecht und fragte, ob der kommerzielle Verkauf eines urheberrechtlich geschützten Fotos oder Kunstwerks, das einen Prominenten zeigt, automatisch eine Ausbeutung der Persönlichkeitsrechte dieser Person darstellt.

Der Fall beleuchtet einen wachsenden Trend, bei dem nicht nur Prominente, sondern auch Startup-Gründer im digitalen Zeitalter rechtlichen Schutz für ihre Persönlichkeitsrechte suchen, was Gerichte dazu veranlasst, individuelle Rechte mit Redefreiheit und Informationszugang abzuwägen.

Originalquelle: inc42.com