Delhi High Court prüft mutmaßlichen Missbrauch von Metas Urheberrechtssystem
Indiens Delhi High Court prüft Vorwürfe, dass Metas automatisiertes Urheberrechtssystem missbraucht wurde, um Inhalte zu entfernen. Das Gericht untersucht, wie böswillige Akteure das System manipulierten, um Videos von Urhebern sperren zu lassen.

Das Delhi High Court prüft derzeit Vorwürfe, dass Metas automatisiertes System zur Durchsetzung von Urheberrechten missbraucht wird, um Inhalte von den Plattformen des Unternehmens zu entfernen. Der Finanzpädagoge Pushkar Raj Thakur behauptet, dass böswillige Akteure eine Schwachstelle im System von Meta ausgenutzt hätten, um seine Videos sperren zu lassen.
Die vorgelegte Methode soll darin bestanden haben, dass zunächst unerhebliche Inhalte auf Facebook-Seiten hochgeladen und diese später durch Kopien von Tharkurs neu veröffentlichten Videos ersetzt wurden, wobei die Bearbeitungsfunktion "Beitrag bearbeiten" von Meta genutzt wurde. Da die Plattform nach der Bearbeitung das ursprüngliche Upload-Datum beibehielt, erschienen diese manipulierten Beiträge älter als Tharkurs Originale. Diese rückdatierten Beiträge wurden dann angeblich genutzt, um Urheberrechtsansprüche geltend zu machen, was Metas automatisiertes System auslöste, seine Urheberrechtsansprüche geltend zu machen, was Metas automatisiertes System dazu veranlasste, Tharkurs Originalvideos zu entfernen.
Während der Gerichtsverhandlungen argumentierte Tharkurs Anwalt, dass sein Mandant der ursprüngliche Urheber sei und seine Videos aufgrund falscher Gegenansprüche entfernt worden seien. Der Anwalt wies darauf hin, dass dieselben Videos auf YouTube verfügbar blieben, was ihre Originalität belege. Metas Vertreter räumte ein, dass eine Untersuchung erforderlich sei, und erhielt eine Woche Zeit, um die Maßnahmen zu erläutern, die das Unternehmen gegen die mutmaßlichen Rechtswidrigkeiten ergreifen könne.
Tharkurs Anwalt informierte das Gericht später, dass trotz früherer Anordnungen die Videos seines Mandanten weiterhin aufgrund von Urheberrechtsstreitigkeiten von mutmaßlichen böswilligen Akteuren entfernt wurden, die die Videos mit gefälschten rückdatierten Zeitstempeln auf anderen Plattformen hochgeladen hatten. Meta versicherte dem Gericht, dass Tharkurs Videos bis zur nächsten Anhörung nicht aus Urheberrechtsgründen entfernt würden und sein Konto nicht gesperrt werde. Das Unternehmen verpflichtete sich außerdem, gelöschte Videos nach Erhalt relevanter URLs wiederherzustellen. Dieser Fall unterstreicht breitere Bedenken hinsichtlich des Missbrauchs automatisierter Urheberrechtsdurchsetzungstools durch Content-Ersteller.