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Technologie

Delhi High Court weist X an, Nutzerdaten in Fall Raghav Chadha preiszugeben

Indiens Delhi High Court hat die Social-Media-Plattform X (ehemals Twitter) angewiesen, Identitätsdaten für sechs Konten preiszugeben, die Inhalte über den Politiker Raghav Chadha veröffentlichten, und eine pauschale Löschungsanordnung abgelehnt.

2. Juli 2026
Delhi High Court weist X an, Nutzerdaten in Fall Raghav Chadha preiszugeben
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Das Delhi High Court hat es abgelehnt, den Persönlichkeitsrechten des Abgeordneten Raghav Chadha einen umfassenden Schutz zu gewähren oder die Entfernung aller von ihm markierten Inhalte anzuordnen. Stattdessen hat das Gericht X, ehemals Twitter, angewiesen, innerhalb von zwei Wochen abonnentenbezogene Basisinformationen (BSI) und IP-Protokolle für sechs Konten bereitzustellen, die Inhalte über Chadha veröffentlicht haben.

Die Anordnung ist bedeutsam, da sie die Plattform zwingt, die Identitäten hinter anonymen Konten preiszugeben. Eine IP-Adresse kann den ungefähren Standort und den Internetdienstanbieter eines Nutzers offenlegen, was dann zur Beschaffung von Abonnentendaten verwendet werden kann. Dies beseitigt die Anonymität, auf die sich einige Nutzer verlassen, um Machthaber ohne Angst vor Repressalien zu kritisieren.

Der Fall spiegelt ein breiteres Muster in Indien wider, bei dem Behörden, insbesondere die Polizei, häufig Gerichtsentscheidungen zur Offenlegung von Nutzerdaten erwirkt haben. Obwohl in diesem Fall eine Zivilklage eingereicht wurde, etabliert sie einen Mechanismus, der dem ähnelt, was zuvor in polizeilichen Ermittlungen angewendet wurde, beispielsweise gegen Kritiker der Lebensmittelaufsichtsbehörde FSSAI oder gegen einen Nachrichtendienst unter Anti-Terror-Gesetzen.

Chadha hatte sich an das Gericht gewandt und um Schutz vor KI-generierten Deepfakes, manipulierten Videos und gefälschten Reden gebeten. Das Gericht charakterisierte die Inhalte in diesem Fall jedoch als politische Kritik und nicht als Verletzung von Persönlichkeitsrechten, und deutete an, dass ein politischer Führer starke Kritik aushalten können sollte.

Während das Delhi High Court zuvor starken Schutz in Deepfake-Fällen für andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens gewährt hat, unterschied das Gericht hier zwischen politischem Kommentar und kommerzieller Veruntreuung oder sexuell expliziten Inhalten. Das Gericht betonte jedoch, dass Äußerungen wie Nachrichten, Satire und Parodie weiterhin geschützt sind.

Originalquelle: medianama.com