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Technologie

Delhi High Court schützt Schauspieler Ravi Kishan vor Persönlichkeitsrechtsverletzungen durch KI

Das Delhi High Court hat dem Schauspieler und Abgeordneten Ravi Kishan einen vorläufigen Schutz gewährt und die unbefugte Nutzung seines Namens, Bildes und seiner Identität, insbesondere in KI-generierten Inhalten, verboten.

9. Juli 2026
Delhi High Court schützt Schauspieler Ravi Kishan vor Persönlichkeitsrechtsverletzungen durch KI
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Das Delhi High Court hat eine einstweilige Verfügung erlassen, die den Schauspieler und Abgeordneten Ravi Kishan vor der unbefugten Verwertung seiner Persönlichkeitsmerkmale, einschließlich seines Namens, Bildes und seiner Ähnlichkeit, schützt. Die Entscheidung bezieht sich insbesondere auf den Missbrauch seiner Identität in KI-generierten Inhalten, Deepfakes und auf pornografischen Websites.

Richterin Jyoti Singh untersagte zahlreichen Beklagten, sowohl identifizierten als auch nicht identifizierten, die Nutzung von Kishans Persona zu kommerziellen oder persönlichen Zwecken. Zuvor hatte der Schauspieler geltend gemacht, dass KI-generierte Videos, die seine Reden verspotteten, ihm zugeschriebene gefälschte politische Aussagen und obszöne Inhalte unter Verwendung seines Namens als Schlüsselwort veröffentlicht wurden. Kishan argumentierte, dass dies zu erheblichen Reputationsschäden geführt und den kommerziellen Wert seiner Persönlichkeitsrechte unrechtmäßig ausgenutzt habe.

Das Gericht stellte fest, dass im Fall von Kishan eine "prima facie"-Begründung vorliegt und er ohne sofortige Abhilfe unwiederbringlichen Schaden erleiden würde. Das Urteil erkennt an, dass Einzelpersonen, insbesondere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, ein ausschließliches Recht haben, die kommerzielle Nutzung ihrer Identität zu kontrollieren. Es wurde festgestellt, dass Persönlichkeitsrechte nun gerichtlich anerkannt sind und ihre unbefugte kommerzielle Verwertung zu Nachteilen führt und die Würde beeinträchtigt.

Die Anordnung verbietet ausdrücklich die Nutzung von Kishans Namen, Bild oder Ähnlichkeit durch KI, generative KI, maschinelles Lernen oder Deepfake-Technologien in irgendeinem Format. Beklagte sind auch daran gehindert, vulgäre oder obszöne Inhalte mit den Merkmalen des Schauspielers zu veröffentlichen. Domain-Registrare müssen die betreffenden URLs innerhalb von drei Tagen entfernen, und Social-Media-Plattformen wie Meta, Google und X (ehemals Twitter) sind verpflichtet, Inhalte zu entfernen, wenn die Registrare ihren Verpflichtungen nicht nachkommen.

Das Gericht unterschied diesen Fall von dem des Politikers Raghav Chadha, bei dem der Richter die Angelegenheit primär als politische Kritik und nicht als Verletzung von Persönlichkeitsrechten betrachtete. Obwohl beide Fälle KI-generierte Inhalte betrafen, führte die Betonung von kommerzieller Veruntreuung und obszönem Missbrauch von Kishans Identität zu einem stärkeren Schutzauftrag.

Originalquelle: medianama.com