Delhi High Court hinterfragt den Umfang von Persönlichkeitsrechten
Das Delhi High Court hat den wachsenden Umfang von Persönlichkeitsrechten in einem Fall hinterfragt, der von Abhishek Bachchan im Namen von Aaradhya Bachchan zur Wahrung des Familienansehens eingereicht wurde.

Das Delhi High Court hat kritische Fragen zur wachsenden Anwendung von Persönlichkeitsrechten aufgeworfen. Richter Anup Jairam Bhambhani bemerkte, dass "Persönlichkeitsrechte amöbenartige Ausmaße annehmen", und hinterfragte, wie weit diese Rechte ausgedehnt werden können, insbesondere in Fällen, die den Familienruf und die Verbreitung falscher Informationen betreffen.
Das Verfahren ergibt sich aus einer Klage, die im Namen von Aaradhya Bachchan, der 14-jährigen Tochter des Schauspielers Abhishek Bachchan, eingereicht wurde. Es geht um falsche Informationen über ihren Gesundheitszustand, die auf YouTube und anderen Plattformen veröffentlicht wurden. Die Klage zielt darauf ab, die Verbreitung von Inhalten zu verhindern, die den Ruf der Bachchan-Familie schädigen, einschließlich irreführender und verleumderischer Behauptungen.
Richter Bhambhani stellte mehrere Kernfragen, darunter, ob ein Familienname mit einem damit verbundenen Ruf einem Markenzeichen gleichgesetzt werden kann und wie weit sich ein solcher Ruf über Generationen erstreckt. Er überlegte auch, ob die Verbreitung von Falschnachrichten, unabhängig von ihrer Art, eine Verletzung von Rechten an geistigem Eigentum darstellt und ob Rufschädigung mit IP-Rechten verwechselt werden kann.
Dieser Fall beleuchtet eine breitere Debatte über die Rechte von Prominenten, ihr Image und ihren Ruf im digitalen Zeitalter zu kontrollieren. Mehrere öffentliche Persönlichkeiten in Indien haben in den letzten Jahren rechtliche Schritte unternommen, um ihre Persönlichkeitsrechte zu schützen, was die Notwendigkeit eines klaren rechtlichen Rahmens in diesem sich schnell entwickelnden Bereich unterstreicht.