Delhi High Court prüft Anfechtung von YouTube-Kanal-Sperrungen mittels Klageschrift
Das Delhi High Court wird prüfen, ob die Sperrung eines YouTube-Kanals durch einen Content Creator mittels einer Klageschrift angefochten werden kann. Eine Entscheidung wird für den 8. Dezember erwartet.

New Delhi, Indien – Das Delhi High Court wird die rechtliche Möglichkeit untersuchen, die Sperrung von YouTube-Kanälen mittels einer Klageschrift anzufechten. Richterin Swarana Kanta Sharma erließ am 17. September eine Aufforderung an Google und das Ministerium für Elektronik und Informationstechnologie (MeitY), in der Sache Stellung zu nehmen. Die nächste Anhörung ist für den 8. Dezember angesetzt.
Der Fall betrifft Shaban Alam, einen Content Creator, dessen YouTube-Kanal „Indian Reality Show“ am 1. Juli gesperrt wurde. Alams anschließende Beschwerde beim Grievance Appellate Committee (GAC) wurde am 15. Juli abgewiesen. Er hat nun beim High Court Klage eingereicht, um die Anordnung des GAC aufzuheben und die Wiederherstellung seines Kanals, seiner Inhalte, Abonnenten, Verifizierungsabzeichen und Monetarisierung zu erwirken.
Alams Kanal, der seit 2017 in Betrieb war und über 267.000 Abonnenten hatte, war angeblich seine einzige Einkommensquelle und generierte monatlich zwischen 30.000 und 50.000 Rupien. Er bestreitet die von Google angeführten Gründe für die Sperrung und gibt an, dass durchgeführte Maßnahmen Teil der Inhaltsbearbeitung und -tests waren und niemals zur Veröffentlichung bestimmt waren. Die Klageschrift behauptet, Google habe keine spezifischen Beweise oder Details zu den angeblichen Verstößen vorgelegt.
Die Internet Freedom Foundation (IFF) unterstützt Alam in diesem Fall pro bono rechtlich. Dieser Fall könnte einen bedeutenden Präzedenzfall für die Inhaltsmoderation auf Plattformen und die Möglichkeiten für Creator zur Rechtsdurchsetzung in Indien darstellen. Die Prüfung des Gerichts wird sich darauf konzentrieren, ob solche Streitigkeiten im Rahmen einer Klageschrift gelöst werden können.