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Technologie

Polizei in Delhi setzt Gesichtserkennung bei Protesten ein

Die Polizei von Delhi hat Technologie zur Gesichtserkennung für Live-Überwachung bei Protesten in Jantar Mantar eingesetzt. Journalisten berichteten von Beobachtungen von Überwachungswagen, die Demonstranten anhand von CCTV-Aufnahmen identifizierten.

24. Juli 2026
Polizei in Delhi setzt Gesichtserkennung bei Protesten ein
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Die Polizei von Delhi hat bei Protesten in Jantar Mantar Technologie zur Gesichtserkennung für die Live-Überwachung eingesetzt. Journalisten vor Ort berichteten von der Beobachtung von Polizeifahrzeugen, die Demonstranten mittels CCTV-Aufnahmen identifizierten.

Die Journalistin Ila Kazmi teilte Videomaterial, das einen Polizeivan zeigte, in dem Personal offenbar Live-Aufnahmen von Überwachungskameras und Fotografien von Einzelpersonen sichtete, die möglicherweise mit Datenbanken abgeglichen wurden. Kazmi gab an, dass der Van mit Kameras ausgestattet war, die Live-Bilder von Protestierenden zur Identifizierung aufnahmen.

Eine weitere Journalistin, Srishti von Article14, berichtete, selbst Ziel der Überwachung geworden zu sein. Sie entdeckte ihr eigenes Bild auf einem Monitor in einem Überwachungswagen, wobei ihr Gesicht von einer 360-Grad-PTZ-Kamera (Pan-Tilt-Zoom) herangezoomt wurde. Bei direkter Konfrontation erklärten die Insassen die Fähigkeiten der Kamera.

Der Einsatz wirft Fragen bezüglich des Datenschutzes auf. Der Solicitor General Tushar Mehta hatte zuvor vor dem Delhi High Court erklärt, solche Überwachungen dienten der Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung und seien kein "Ausspähen". Journalisten und Datenschützer äußerten jedoch Kritik und wiesen auf das Fehlen umfassender Gesetze zur biometrischen Überwachung in Indien hin, was ihrer Meinung nach eine Verletzung der Privatsphäre darstellt.

Originalquelle: medianama.com