Delta Air Lines erweitert Basic-Tarife auf Premium-Kabinen
Delta Air Lines führt neue Basic-Tarifoptionen für drei seiner Premium-Kabinen ein. Die Maßnahme spiegelt eine Preisstrategie wider, die darauf abzielt, Kunden zu segmentieren und Parallelen zu ökonomischen Theorien des 19. Jahrhunderts zieht.

Delta Air Lines hat die Einführung von „Basic“-Tarifen für drei seiner Premium-Kabinen angekündigt: Delta First Basic, Premium Select Basic und Basic Business für die Langstrecken-Delta-One-Kabinen.
Diese neuen Tarifarten verzichten auf Leistungen wie die Vorauswahl von Sitzplätzen, ein checked bag weniger, Gebühren für Änderungen oder Stornierungen, geringere Meilengutschriften und keinen Lounge-Zugang. Die Passagiere erhalten jedoch weiterhin denselben Sitzplatz, dieselben Mahlzeiten und dieselbe Lie-Flat-Suite in der Delta One.
Die Fluggesellschaft United hat bereits in diesem Jahr eine ähnliche Strategie mit ihrem „Base Polaris“-Angebot umgesetzt. Diese Ausweitung der Basic-Tarife auf Premium-Kabinen spiegelt die Vertrautheit der Verbraucher mit Basic Economy bei Standard-Economy-Tickets wider.
Die Preisstrategie steht im Zusammenhang mit den Theorien des französischen Ingenieurs und Ökonomen Jules Dupuit. Im Jahr 1849 schrieb Dupuit darüber, wie Unternehmen Dienstleistungen strukturieren können, um zwischen Kunden zu unterscheiden. Die Schaffung von Tarifen mit reduziertem Leistungsumfang zu geringeren Kosten kann zahlungskräftigere Kunden davon abhalten, günstigere Alternativen zu wählen – eine Taktik, die er als "die Reichen erschrecken" beschrieb.
Dieser Ansatz ist seit vielen Jahren in der Economy Class üblich, wo Basic Economy-Tickets mit deutlich reduzierten Annehmlichkeiten bei verschiedenen Fluggesellschaften angeboten werden.