Bahn-Ersatzverkehr zwischen Burg und Biederitz sorgt für Ärger
Pendler auf der Strecke zwischen Burg und Biederitz berichten von Zugverspätungen, verpassten Anschlüssen und langen Wartezeiten beim Ersatzverkehr.

Pendler auf der Zugstrecke zwischen Burg und Biederitz äußern zunehmenden Frust über Verspätungen, verpasste Anschlüsse und lange Wartezeiten. Grund dafür sind die umfangreichen Bauarbeiten im Bereich Gerwisch, die zu einem Ersatzverkehr mit Bussen führen.
Laut Berichten von MDR Mitteldeutscher Rundfunk treten bei den eingesetzten Ersatzbussen immer wieder Probleme auf. Fahrgäste berichten davon, dass die Busse oft abfahren, bevor verspätete Züge an den Bahnhöfen eintreffen. Dies führt zu erheblichen Verzögerungen bei der Ankunft am Arbeitsplatz oder zu Hause.
Der Fahrgastverband Pro Bahn moniert die mangelnde Abstimmung zwischen der Deutschen Bahn und den beauftragten Busunternehmen. Ein Sprecher von Pro Bahn erklärte, dass die Busfahrer oft nicht über Zugverspätungen informiert werden und daher pünktlich abfahren, selbst wenn Züge nur wenige Minuten Verspätung haben.
Die Deutsche Bahn hat die Schwierigkeiten gegenüber MDR bestätigt. Demnach können die Busse derzeit maximal zehn Minuten auf verspätete Züge warten. Es wird berichtet, dass etwa jeder fünfte Anschluss dadurch nicht erreicht wird. Die Bahn prüft nun, ob die Wartezeiten für die Busse verlängert werden können.
Die aktuellen Einschränkungen sind primär auf die Neubauarbeiten eines elektronischen Stellwerks in Gerwisch zurückzuführen. Das ursprüngliche Stellwerk war im September 2025 bei einem Brand zerstört worden. Die Wiederaufbauarbeiten werden voraussichtlich mehrere Monate dauern und sollen Ende September 2025 abgeschlossen sein, wenn die reguläre Zugverbindung wieder aufgenommen werden soll.