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Deutsche Post plant Briefporto-Anpassung für 2027

Das Porto für Standardbriefe und Postkarten soll Anfang 2027 auf 1,15 Euro steigen.

4. November 2026
Deutsche Post plant Briefporto-Anpassung für 2027

Die Deutsche Post beabsichtigt, die Portokosten für Privatkunden zum Jahresbeginn 2027 deutlich anzuheben. Für einen Standardbrief sowie für eine Postkarte sollen künftig 1,15 Euro anfallen, was einer Erhöhung von 20 Cent entspricht. Auch die Tarife für Groß- und Maxibriefe sollen entsprechend angepasst werden.

Die Umsetzung dieser Pläne steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Bundesnetzagentur. Die Regulierungsbehörde hatte dem Unternehmen kürzlich Spielraum für Portoerhöhungen bei Privatkunden von durchschnittlich etwa 20 Prozent eingeräumt. Die neuen Tarife sollen bei einer Genehmigung für die Dauer von zwei Jahren gelten.

Als Grund für die Preiserhöhung führt das Unternehmen die rückläufigen Briefmengen sowie gestiegene Betriebskosten an. Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung sank die Zahl der Briefsendungen in Deutschland von 16,9 Milliarden im Jahr 2005 auf unter 9,4 Milliarden im Jahr 2025. Trotz sinkender Volumina sieht sich der Postdienstleister in der Pflicht, ein flächendeckendes Netz an Briefkästen und Filialen aufrechtzuerhalten und kontinuierlich in Infrastruktur wie E-Fahrzeuge und Automaten zu investieren.

Im europäischen Vergleich, bei dem das Durchschnittsporto für einen Standardbrief bei 1,52 Euro liegt, gelten die deutschen Preise laut Unternehmensangaben weiterhin als moderat.

Originalquelle: mdr.de