Deutsche Telekom errichtet 5G-Campusnetz für PCK Raffinerie
Deutsche Telekom baut für die PCK Raffinerie Schwedt ein 5G-Campusnetz auf 13 Quadratkilometern. Davon profitieren über 3.000 Mitarbeiter durch verbesserte Mobilkommunikation, während die Ausfallsicherheit der kritischen Infrastruktur erhöht wird.

Deutsche Telekom errichtet für die PCK Raffinerie Schwedt ein neues 5G-Campusnetz im Rahmen der Digitalisierungsprozesse der Raffinerie.
Das Netz wird eine Fläche von rund 13 Quadratkilometern abdecken, was mehr als 1.800 Fußballfeldern entspricht. Diese Infrastrukturmaßnahme soll die mobile Konnektivität für die über 3.000 Mitarbeiter vor Ort, darunter 1.200 eigene Mitarbeiter der PCK und rund 2.000 Beschäftigte von 80 weiteren Unternehmen, erheblich verbessern.
Das Netzwerk wird auf der 2,1 GHz-Frequenz betrieben und durch die Integration von fünf nahe gelegenen Mobilfunkstandorten ergänzt. Im zentralen Kontrollraum, der aufgrund seiner Funktion in einer Raffinerie erhöhten Sicherheitsanforderungen unterliegt, werden spezielle, explosionsgeschützte Innenantennen installiert. Die Komponenten des Netzes sind über ein redundantes, krisensicheres Zwei-Wege-System für hohe Zuverlässigkeit ausgelegt, was eine nahezu vollständige Verfügbarkeit garantiert.
Das Projekt soll bis Oktober 2022 abgeschlossen sein. Die PCK Raffinerie plant, das Campusnetz künftig für eine effizientere Überwachung und Steuerung von technologischen und Wartungsprozessen zu nutzen und erwägt die Implementierung von IoT-Lösungen auf Basis der 5G-Infrastruktur. Laut Deutsche Telekom handelt es sich um das derzeit größte Campusnetz in Deutschland, das für Anwendungen in kritischen Infrastrukturen geeignet ist.
Diese Entwicklung unterstreicht den wachsenden Trend zur Implementierung privater 5G-Netze in industriellen Umgebungen zur Steigerung der betrieblichen Effizienz und Datensicherheit. Die Investition der Raffinerie in diese Technologie signalisiert eine verstärkte Hinwendung zu Automatisierung und Echtzeit-Datenverarbeitung.