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Technologie

Telekom: Letzte Etappe beim Glasfaserausbau stockt

Der Glasfaserausbau in Deutschland kommt im letzten Schritt, der Verlegung bis in die Wohnungen, nur schleppend voran. Die Telekom fordert politische Maßnahmen zur Beschleunigung.

26. Juni 2026
Telekom: Letzte Etappe beim Glasfaserausbau stockt

Der Ausbau von Glasfasernetzen in Deutschland gerät auf der letzten Meile ins Stocken: der Anschluss von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Die Deutsche Telekom berichtet, dass die Glasfaserleitungen zwar oft bis zum Gebäude oder in den Keller verlegt sind, die Installation bis in die einzelnen Wohnungen jedoch nur langsam vorankommt. Dieser letzte Schritt sei entscheidend, damit Mieter die Vorteile der Technologie voll nutzen können.

Fachleute sprechen vom Ausbau der Netzebene 4 (NE4), der vom Gebäudeeintritt bis zu den Anschlüssen in den Wohnungen reicht. Ohne diesen internen Netzausbau bliebe die Versorgung mit Glasfaser unvollständig. Angesichts der steigenden Zahl internetfähiger Geräte in Haushalten wird Glasfaser als notwendige Technologie für den wachsenden Datenhunger betrachtet, die ältere DSL- und Koaxialkabel ersetzen soll.

Die Telekom hat Kooperationen mit Verbänden der Wohnungswirtschaft wie dem GdW und dem VDIV geschlossen. Diese Partnerschaften führten bereits zur Beauftragung von rund sechs Millionen Glasfaseranschlüssen für Mehrfamilienhäuser und stellen einen signifikanten Fortschritt dar. Solche Kooperationen unterstützen Gebäudeeigentümer und Mieter bei der Umstellung auf Glasfaser.

Dennoch könnte das Tempo des Ausbaus weiter steigen. Einige Gebäudeeigentümer zögern bei der Umsetzung. Die Telekom fordert gemeinsam mit Branchenpartnern eine gesetzliche Stärkung des „Rechts auf Vollaufbau“ auch für interne Gebäudenetze. Ziel ist es, für faire Rahmenbedingungen zu sorgen und den flächendeckenden Ausbau von Glasfaseranschlüssen zu beschleunigen.

Originalquelle: telekom.com