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Technologie

Deutsche Telekom: Interview mit KI-Vordenker Prof. Jürgen Schmidhuber

Deutsche Telekom hat ein Videointerview mit Professor Jürgen Schmidhuber veröffentlicht, der oft als "Vater der KI" bezeichnet wird. Das Gespräch beleuchtet den aktuellen Stand und die Zukunft der künstlichen Intelligenz.

15. Oktober 2026
Deutsche Telekom: Interview mit KI-Vordenker Prof. Jürgen Schmidhuber

Die Deutsche Telekom hat ein Videointerview mit dem KI-Forscher Professor Jürgen Schmidhuber veröffentlicht. Schmidhuber, weithin bekannt als der "Vater der KI", sprach über die Faszination und die Entwicklung der künstlichen Intelligenz.

In dem Gespräch zog Schmidhuber Parallelen zwischen künstlicher Intelligenz und der Funktionsweise des menschlichen Gehirns, insbesondere im Hinblick auf rekurrente neuronale Netze. Er erläuterte, wie diese Netze durch Versuch und Irrtum lernen und dabei die Informationsverarbeitung und Entscheidungsfindung des Gehirns nachahmen, ähnlich wie Roboter in ihrer Umgebung navigieren.

Schmidhuber merkte an, dass KI noch nicht das Intelligenzniveau kleiner Tiere wie Krähen oder Affen erreicht hat, die Fortschritte jedoch rasant sind. Er wies darauf hin, dass Computer zwar bereits in den 1990er Jahren den Menschen im Schach übertrafen, aber die menschliche Mustererkennung eine größere Herausforderung darstellt. Erst 2011 wurde das erste neuronale Netz entwickelt, das in einer bestimmten Bilderkennungsaufgabe menschliche Leistungen übertraf.

Das Interview thematisierte auch die Rolle aktueller Technologien wie Smartphones bei der Weiterentwicklung der KI. Die von Schmidhubers Team entwickelte LSTM-Technologie (Long Short-Term Memory) ist heute ein integraler Bestandteil der Spracherkennung in Produkten von Unternehmen wie Google und Amazon. Er betonte jedoch, dass dies nur ein Schritt in Richtung fortgeschrittenerer KI sei.

Er ging auch auf gängige Bedenken hinsichtlich der KI-Entwicklung ein, wie die Befürchtung, dass Roboter den Menschen in Geschwindigkeit und Effizienz übertreffen werden. Schmidhuber wies darauf hin, dass auch KI eigene Bedürfnisse hat, wie die Energieversorgung, und dass viele menschliche Aspekte, einschließlich emotionaler Intelligenz, bereits Teil der aktuellen KI-Forschung sind.

Originalquelle: telekom.com