Deutsche Telekom startet interne Börse für Netzwerkhardware
Mit der neuen Plattform „Telekom Equipment Exchange“ ermöglicht die Deutsche Telekom ihren Tochtergesellschaften den internen Austausch von gebrauchter Netztechnik.

Die Deutsche Telekom hat die digitale Plattform „Telekom Equipment Exchange“ (TEE) eingeführt, um den internen Austausch von überschüssiger oder nicht mehr benötigter Netzwerkausrüstung zu zentralisieren. Ziel ist es, die Abhängigkeit von Neuanschaffungen zu verringern und die Versorgungssicherheit innerhalb der nationalen Tochtergesellschaften zu erhöhen.
Anstatt ausgemusterte Hardware extern zu veräußern oder zu recyceln, wird die Technik innerhalb der Unternehmensgruppe weiterverwendet. Dies ermöglicht eine schnellere Reaktion auf Engpässe und trägt zur Stabilität kritischer Netzinfrastrukturen bei, insbesondere bei älteren Systemen, für die kaum noch neue Ersatzteile produziert werden. Das System ersetzt dabei bisherige ineffiziente Anfragen per E-Mail durch eine transparente Bestandsübersicht.
Das Projekt ist ein wesentlicher Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie, bis 2030 nahezu alle IT- und Netzwerkkomponenten in eine Kreislaufwirtschaft zu überführen. Nach Unternehmensangaben können durch die Wiederverwendung die Beschaffungskosten um bis zu 80 Prozent gesenkt werden. Gleichzeitig wird der CO2-Fußabdruck verbessert, da die energieintensive Neuproduktion entfällt.
Trotz des Potenzials gibt es noch Hürden bei der Standardisierung. Prozesse rund um die Qualitätssicherung, regulatorische Anforderungen sowie lizenzrechtliche Fragen bei Wartung und Instandhaltung müssen noch weiter optimiert werden, um einen reibungslosen grenzüberschreitenden Einsatz der Hardware zu gewährleisten.