Deutsche Telekom äußert Zweifel an Starlink-Ambitionen im Mobilfunkmarkt
Konzernchef Tim Höttges beziffert die notwendigen Investitionen für SpaceX auf mindestens 200 Milliarden Dollar, um als Mobilfunkanbieter in den USA zu bestehen.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, Tim Höttges, hat sich skeptisch gegenüber den Plänen von SpaceX geäußert, Starlink Mobile zu einem bedeutenden US-Mobilfunkanbieter auszubauen. Während der jüngsten Bilanzpressekonferenz betonte Höttges, dass man die Aktivitäten von Elon Musk zwar ernst nehme, der Aufbau eines wettbewerbsfähigen Netzes jedoch massive Investitionen erfordere.
Höttges wies insbesondere auf die notwendigen Funkfrequenzen hin. Während die Deutsche Telekom über 400 Megahertz verfüge, halte Musk derzeit 76 Megahertz. Ein Ausbau der Frequenzpositionen in Kombination mit der physischen Netzwerkinfrastruktur würde laut Höttges Investitionen im dreistelligen Milliardenbereich, mindestens jedoch 200 Milliarden Dollar, erforderlich machen.
Neben den Frequenzrechten betonte der Konzernchef die Herausforderungen beim Aufbau einer flächendeckenden Funkmast-Infrastruktur. Er verwies auf die 85.000 Mobilfunkmasten seines eigenen Unternehmens als Indikator für den notwendigen industriellen Standard, um als großer Betreiber in den USA agieren zu können.
Zusammenfassend betonte Höttges die hohen Eintrittsbarrieren des Marktes. Ob SpaceX die finanziellen Mittel für einen derartigen Infrastrukturaufbau bereitstellen wird, bleibt abzuwarten. Das Unternehmen hat sich zu den konkreten Investitionsplänen bisher nicht öffentlich positioniert.