Deutsche Telekom nimmt Access 4.0 Plattform in Betrieb
Die Deutsche Telekom hat ihre neue Access 4.0-Plattform gestartet, die traditionelle Festnetze durch offene, softwarebasierte Technologien ersetzt. Der erste Kunde wurde im Dezember 2020 in Stuttgart angeschlossen.

Die Deutsche Telekom hat ihre Access 4.0 (A4) Plattform erfolgreich in Betrieb genommen, was einen bedeutenden Wandel in der Netzwerkinfrastruktur des Unternehmens darstellt. Die neue Plattform ersetzt traditionelle, herstellerspezifische Festnetze durch offene, disaggregierte und mikrodienstbasierte Technologien. Der erste Kunde wurde im Dezember 2020 über eine Glasfaserleitung (FTTH) über die A4-Plattform in Stuttgart angeschlossen, womit das Unternehmen sein Versprechen einhielt, die Plattform noch vor Jahresende 2020 live zu schalten.
Walter Goldenits, CTO Telekom Deutschland, bezeichnete die Inbetriebnahme als wichtigen Meilenstein in der Transformation der Deutschen Telekom zu einem softwarebasierten Telekommunikationsanbieter. "Wir gestalten damit konsequent den Weg der Industrie hin zu Lösungen auf Basis offener und disaggregierter Komponenten auch im Festnetz", erklärte er.
Die disaggregierte Architektur zielt darauf ab, mehr Flexibilität und Effizienz zu ermöglichen. Die Plattform basiert auf Open-Source-Prinzipien und fördert den Wettbewerb unter den Anbietern, was die Investitionskosten für Netzbetreiber senken kann. Die Deutsche Telekom engagiert sich aktiv in internationalen Kooperationsprojekten wie dem Broadband Forum (BBF) und der Open Networking Foundation (ONF), um Synergien im gesamten Sektor zu nutzen.
Obwohl die Access 4.0 Plattform zunächst für die Breitbandanschlüsse (FTTH/B) der Deutschen Telekom konzipiert ist, soll die zugrundeliegende Technologie zukünftig auch andere Netzwerkrand-Anwendungen unterstützen, insbesondere im 5G- und Open RAN-Umfeld. Das Unternehmen konzentriert sich nun auf die Weiterentwicklung der Plattform für den Einsatz in weiteren Regionen.