Deutsche Telekom nutzt 3,6 GHz und 2,1 GHz für 5G-Netz in Deutschland
Die Deutsche Telekom setzt in Deutschland auf zwei Hauptfrequenzbänder für den Ausbau ihres 5G-Netzes. Die 3,6 GHz Frequenz sorgt für hohe Geschwindigkeit und Kapazität in Ballungsräumen, während 2,1 GHz eine breitere Abdeckung ermöglicht.

Die Deutsche Telekom setzt für den Ausbau ihres 5G-Netzes in Deutschland auf zwei zentrale Frequenzbänder. Die 3,6 Gigahertz (GHz) Frequenz wird genutzt, um hohe Datenraten und zusätzliche Kapazität insbesondere in dicht besiedelten städtischen Gebieten zu ermöglichen.
Für eine flächendeckende Versorgung setzt die Telekom die 2,1 GHz Frequenz ein. Diese Frequenz mit längerer Wellenlänge erlaubt eine effektive Ausbreitung des 5G-Signals über größere Distanzen, was für die Anbindung kleinerer Städte und ländlicher Regionen entscheidend ist. Die Telekom erwarb diese Frequenzen im Jahr 2019 für rund 2,17 Milliarden Euro in einer Auktion.
Der Betreiber reformiert zudem die bisher für das 3G-Netz genutzten 2,1 GHz Frequenzen. Dieser Prozess, bekannt als „Refarming“, stellt Ressourcen für 4G- und 5G-Dienste bereit, ohne dass eine komplette Hardwareerneuerung notwendig wird. Darüber hinaus ermöglicht „Dynamic Spectrum Sharing“ (DSS) den gleichzeitigen Betrieb von 4G- und 5G-Standards über dieselben Antennen, was die Effizienz der vorhandenen Frequenzkapazitäten steigert.
Die aktuelle Architektur des Telekom 5G-Netzes in Deutschland ist noch nicht-standalone (NSA), sondern baut auf der 4G-Infrastruktur auf. Das Unternehmen plant jedoch einen zukünftigen Übergang zu einem reinen Standalone (SA) 5G-Netz. In diesem Modell dienen 4G-Frequenzen als Anker, um die 5G-Verbindung zum Kernnetz herzustellen. Nach Angaben der Telekom können derzeit 80 Prozent der deutschen Bevölkerung 5G-Dienste nutzen.