📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Technologie

Deutsche Telekom setzt Drohne als mobile Basisstation für temporäre Abdeckung ein

Die Deutsche Telekom hat erstmals eine Drohne als mobile Basisstation zur Bereitstellung temporärer Netzabdeckung eingesetzt. Die Technologie wurde während des Skimarathons Jizerská 50 in Tschechien getestet.

24. Juni 2026
Deutsche Telekom setzt Drohne als mobile Basisstation für temporäre Abdeckung ein

Die Deutsche Telekom hat erfolgreich eine Drohne als mobile Basisstation in einem realen kommerziellen Netzwerkversuch eingesetzt. Während des legendären Skimarathons Jizerská 50 im tschechischen Isergebirge bot das unbemannte Luftfahrzeug (UAV) vier Stunden lang mobile Abdeckung aus einer Höhe von 2,3 Kilometern über eine strecke, die ansonsten keine Verbindung hatte.

Die Deutsche Telekom entwickelte diese Lösung in Zusammenarbeit mit dem tschechischen Drohnenexperten Primoco UAV SE. Sie ist für den Einsatz bei Veranstaltungen oder in Katastrophengebieten konzipiert. Bei der ersten Inbetriebnahme stellte die Drohne entlang eines sechs Kilometer langen Abschnitts der Jizerská 50-Strecke eine Verbindung sicher und erreichte Download-Geschwindigkeiten von bis zu 95 Megabit pro Sekunde. Damit ist die Deutsche Telekom der erste europäische Netzbetreiber, der eine solche „fliegende Basisstation“ einsetzt.

„In unzugänglichem Gelände oder Krisensituationen sorgt eine fliegende Antennendrohne für widerstandsfähige Konnektivität“, sagte Claudia Nemat, Vorständin für Technik und Innovation. Sie fügte hinzu, dass dieser Ansatz die Werkzeuge der Deutschen Telekom für zuverlässige mobile Kommunikation ergänzt.

Der Drohneneinsatz bei dem Skirennen galt als ideales Szenario, da das Isergebirge Naturschutzgebiet ist, aber auch für Sportveranstaltungen genutzt wird. T-Mobile Czech Republic konnte die Konnektivität für 4.460 Teilnehmer sicherstellen, ohne die Umwelt zu beeinträchtigen. Die Technologie kann auch flexible Abdeckung in Katastrophengebieten bieten, beispielsweise bei Überschwemmungen oder Erdbeben, wenn die terrestrische Infrastruktur beschädigt ist.

Originalquelle: telekom.com