44 Prozent der Altbatterien falsch entsorgt: Umwelthilfe fordert Kurswechsel
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) stellt fest, dass 2025 immer noch 44 Prozent der Altbatterien falsch entsorgt wurden. Die Organisation fordert Nachbesserungen im Batteriegesetz.

Berlin – Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert, dass im Jahr 2025 weiterhin 44 Prozent der gesammelten Altbatterien in Deutschland falsch entsorgt wurden. Laut Berechnungen der DUH lag die Sammelquote für Gerätebatterien bei lediglich 56 Prozent. Dies bedeutet eine erhebliche Verschwendung wertvoller Ressourcen und birgt Umweltrisiken.
Besonders alarmierend sei die niedrige Sammelquote von 25 Prozent bei Lithium-Ionen-Akkus. Diese Batterien enthalten kritische Rohstoffe wie Lithium und Kobalt und stellen bei falscher Entsorgung zudem eine erhebliche Brandgefahr dar. Die DUH weist darauf hin, dass die Sammelquoten bis 2027 deutlich auf 63 Prozent ansteigen müssen.
Die Organisation fordert die Bundesregierung auf, das Batteriegesetz zu novellieren und konkrete Maßnahmen zur Steigerung der Sammelmengen zu ergreifen. Dazu gehören ein nationales Anreizsystem für höhere Sammlungsraten und eine stärkere Verpflichtung der Hersteller zu Aufklärungskampagnen. Auf EU-Ebene plädiert die DUH für die Einführung eines Pfandsystems für Lithium-Ionen-Batterien.
DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz erklärte, dass die aktuellen Sammelstrukturen dringend überarbeitet werden müssen. Sie schlug zudem einen "Lastenausgleich" vor, bei dem Sammelsysteme, die mehr Batterien als gesetzlich vorgeschrieben sammeln, dies auf andere Systeme umlegen können, um einen ökologischen Wettbewerb um die maximale Erfassung zu fördern.