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Deutsche Umwelthilfe sieht keinen Wendepunkt bei der Weltnaturkonferenz in Jerewan

Die Weltnaturkonferenz in Jerewan hat aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe keine ausreichenden Impulse gegen das Artensterben gesetzt. Der Verband fordert nun den Abbau umweltschädlicher Subventionen.

2. November 2026
Deutsche Umwelthilfe sieht keinen Wendepunkt bei der Weltnaturkonferenz in Jerewan

Die Weltnaturkonferenz in Jerewan (CBD COP17) hat nach Einschätzung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) nicht den erhofften Fortschritt im Kampf gegen das globale Artensterben erzielt. Während die Bundesregierung auf internationaler Ebene für den Schutz der Natur eintrat, mahnt der Verband an, dass dieser Ambition nun Taten auf nationaler Ebene folgen müssen.

DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner betonte, dass Deutschland jährlich über 65 Milliarden Euro für Subventionen ausgibt, die den Erhalt der Biodiversität gefährden. Dazu zählen unter anderem Investitionen in fossile Infrastruktur, Dienstwagenprivilegien und naturschädigende Praktiken in der Landwirtschaft. Der Verband fordert von der Bundesregierung einen ressortübergreifenden Plan, um diese Mittel künftig umzulenken.

Die Konferenz in Jerewan diente der ersten globalen Bilanz des 2022 verabschiedeten Weltnaturabkommens. Zu den Kernzielen des Abkommens gehört der Schutz von 30 Prozent der Land- und Meeresflächen sowie die Reduzierung von Pestizidrisiken bis 2030. Die DUH sieht hierbei nicht nur das Umweltministerium, sondern explizit auch das Finanz-, Verkehrs-, Wirtschafts- und Landwirtschaftsministerium in der Pflicht.

Originalquelle: duh.de