Umwelthilfe fordert Nachbesserungen am Gesetz zur Stärkung der Natürlichen Infrastruktur
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hält eine Stärkung der natürlichen Infrastruktur für notwendig, kritisiert den Gesetzentwurf jedoch als unzureichend. Die Organisation fordert Nachbesserungen zur besseren Berücksichtigung von Natur- und Klimaschutz.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hält die Stärkung der natürlichen Infrastruktur für dringend geboten, kritisiert den gleichnamigen Gesetzentwurf aber als unzureichend. Laut der Umwelthilfe werden die vorgesehenen Schutzverbesserungen durch zahlreiche Ausnahmen abgeschwächt, was Wäldern, Mooren, Flussauen und Schutzgebieten im politischen Entscheidungsprozess weniger Gewicht verleiht.
Die DUH äußerte zudem Besorgnis über die äußerst kurze Frist für Stellungnahmen. Nach monatelanger Abstimmung zwischen den Bundesministerien erhielten Länder und Verbände lediglich zweieinhalb Tage Zeit, um ihre Einwände vorzubringen.
DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner betonte, dass Deutschland nicht nur Straßen, Brücken und Schienen, sondern auch intakte Wälder, Moore und Flussauen benötigt. Diese seien zentrale Infrastruktur für die Klimakrise, da sie Wasser speichern und Menschen vor Hitze, Dürren und Überschwemmungen schützen.
Müller-Kraenner erklärte weiter, das Gesetz biete keinen echten Ausgleich zum "Infrastrukturzukunftsgesetz", das den Bau neuer Autobahnen durch Moore und Wälder ohne wesentliche Einschränkungen ermöglicht. Er appellierte an die Bundesregierung, das Gesetz zu überarbeiten, damit es seinem Namen zur Förderung von Natur- und Klimaschutz wirklich gerecht wird.