Deutsche Umwelthilfe deckt Methan-Emissionen bei Energieinfrastruktur auf
Die Deutsche Umwelthilfe und Earthworks haben mit Spezialkameras Methan-Emissionen an LNG-Terminals, Gasspeichern und Raffinerien aufgedeckt. Die Organisationen fordern Emissionsminderungen und eine stärkere behördliche Überwachung.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und die US-Organisation Earthworks haben bei etwa einem Drittel der untersuchten Öl- und Gasinfrastrukturanlagen unkontrollierte Methan- und Kohlenwasserstoffemissionen festgestellt. Die im September 2026 mit Spezialkameras durchgeführten Messungen zeigten Lecks an LNG-Terminals, Gasspeichern, Verdichterstationen und Raffinerien in Deutschland und den Niederlanden.
Die DUH hat die Betreiber der betroffenen Anlagen informiert und fordert die Einhaltung der EU-Methanverordnung. Zudem reichte die Organisation Beschwerden bei Behörden ein, insbesondere in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. In vier Fällen, darunter die FSRU Excelsior in Wilhelmshaven, der Gasspeicher Epe und Verdichterstationen in Würselen und Elten, besteht der Verdacht auf Verstöße gegen die EU-Methanverordnung.
"Die Gasspeicher sind leer, und die Unternehmen, die für diese Anlagen verantwortlich sind, lassen Methan in die Atmosphäre entweichen", sagte Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH. Er betonte die dringende Notwendigkeit, die Emissionen zu reduzieren, um den Klimawandel zu bekämpfen und die EU-Methanverordnung einzuhalten.
Die Messungen wurden mit speziellen Infrarotkameras durchgeführt, die Methanemissionen in Echtzeit visualisieren können. Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit strengerer Vorschriften und einer effektiveren Überwachung der EU-Energieinfrastruktur. DUH und Earthworks fordern eine Ausweitung der EU-Methanverordnung auf Raffinerien und Gaskraftwerke.