Deutsche Umwelthilfe: Über 40 Prozent der Altbatterien unsachgemäß entsorgt
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) schätzt, dass im Jahr 2025 nur 56 Prozent der Altbatterien von Konsumgütern korrekt gesammelt wurden. Das bedeutet, dass über 40 Prozent falsch entsorgt werden.

Berlin – Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die niedrigen Sammelquoten für Altbatterien aus Konsumgütern im Jahr 2025. Eigene Berechnungen der DUH ergeben, dass nur 56,0 Prozent der für Verbraucher bestimmten Batterien ordnungsgemäß gesammelt wurden. Dies bedeutet, dass über 40 Prozent unsachgemäß entsorgt werden und somit dem Recycling verloren gehen.
Die falsche Entsorgung führt zur Verschwendung wertvoller Ressourcen, zur Freisetzung schädlicher Stoffe in die Umwelt und zu Brandgefahren, insbesondere bei Lithium-Ionen-Akkus. Die Sammelquote für Lithium-Ionen-Akkus lag 2025 bei nur 25 Prozent, was die DUH als äußerst besorgniserregend einstuft, zumal das deutsche Gesetz ab 2027 eine Sammelquote von 63 Prozent vorschreibt.
Die DUH fordert das Bundesumweltministerium zu dringenden Maßnahmen zur Verbesserung der Batteriegesetzgebung und zur Steigerung der Sammelquoten auf. Darüber hinaus spricht sich die Organisation für ein EU-weites Pfandsystem für Lithium-Ionen-Akkus aus, um Verbraucher zur Rückgabe anzuhalten.
Laut DUH spielt auch die Aufklärungsarbeit der Hersteller eine entscheidende Rolle. Die aktuellen Verpflichtungen werden als unzureichend angesehen, und die Hersteller sollten angehalten werden, mehr in Informationskampagnen zu investieren, die insbesondere die Gefahren unsachgemäß entsorgter Lithium-Ionen-Akkus hervorheben.