Deutschlandradio und INA stellen "Vergessene Nachrichten" 2026 vor
Deutschlandradio und die Initiative Nachrichtenaufklärung (INA) präsentieren am 2. April 2026 ihre jährliche Top-Ten-Liste "Vergessene Nachrichten". Bei der digitalen Pressekonferenz werden wichtige, aber unterrepräsentierte Themen beleuchtet.

Der öffentlich-rechtliche Sender Deutschlandradio lädt gemeinsam mit der Initiative Nachrichtenaufklärung (INA) am 2. April 2026 zu einem digitalen Pressegespräch. Im Fokus steht die Präsentation der jährlichen Top-Ten-Liste der "Vergessenen Nachrichten", die Themen hervorhebt, die in der Berichterstattung zu kurz kommen.
Die Initiative Nachrichtenaufklärung kritisiert seit Jahren, dass große Krisen wie die Kriege in der Ukraine und Gaza oder innenpolitische Debatten die mediale Aufmerksamkeit dominieren. Dies führe dazu, dass gesellschaftlich relevante Themen mit hohem Nachrichtenwert nur geringe oder gar keine Beachtung finden. Gründe hierfür seien die Fokussierung auf Breaking News und die Kapazitätsengpässe in Redaktionen.
Die INA, eine Nichtregierungsorganisation, arbeitet seit vielen Jahren mit der Nachrichtenredaktion des Deutschlandfunks zusammen, um diese Defizite im Informationsbereich aufzuzeigen. Die Auswahl der "Vergessenen Nachrichten" basiert auf Vorschlägen aus der Bevölkerung, die von Studierenden verschiedener Hochschulen recherchiert werden. Eine Jury aus Wissenschaftlern und Journalisten kürt anschließend die Top Ten.
An dem digitalen Pressegespräch nehmen unter anderem Prof. Dr. Hektor Haarkötter, Vorstandsvorsitzender der INA, und Dr. Marco Bertolaso, Nachrichtenchef des Deutschlandfunks, teil. Die Veranstaltung wird von der INA organisiert und findet über Webex statt. Medienvertreter müssen sich zur Teilnahme anmelden, um einen Zugangslink zu erhalten.