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Digitaler Nachlass: Planung von Online-Konten nach dem Tod

Studien zeigen, dass die mangelnde Planung digitaler Vermögenswerte Angehörige vor komplexe administrative und Sicherheitsherausforderungen stellt.

4. November 2026
Digitaler Nachlass: Planung von Online-Konten nach dem Tod

Während die Regelung des physischen Nachlasses durch Testamente weit verbreitet ist, bleibt der digitale Nachlass oft unberücksichtigt. Eine Untersuchung von Forschern der Carnegie Mellon University verdeutlicht, dass viele Nutzer keine Vorkehrungen für die Übergabe oder Löschung ihrer Online-Konten, Abonnements und Social-Media-Profile treffen.

Das bloße Hinterlegen von Passwörtern auf Papier reicht aufgrund moderner Sicherheitsmaßnahmen wie der Zwei-Faktor-Authentifizierung selten aus. Sollte die verknüpfte E-Mail-Adresse oder Telefonnummer deaktiviert werden, verlieren Erben trotz Kennwort den Zugriff. Experten empfehlen daher Passwort-Manager, die spezielle Funktionen für den Notfallzugriff durch Bevollmächtigte bieten.

Viele Betroffene sind sich zudem nicht bewusst, dass Plattformen wie Google oder Facebook eigene Vorkehrungen für den Todesfall anbieten. Werden Konten nicht aktiv verwaltet, können laufende automatische Zahlungen fortbestehen oder die Konten zu Zielen für Identitätsdiebstahl werden.

Die Empfehlung der Studienautoren lautet, digitale Vermögenswerte regelmäßig zu inventarisieren und präzise Handlungsanweisungen für die Hinterbliebenen zu hinterlegen, um den organisatorischen Aufwand im Ernstfall zu minimieren.

Originalquelle: fastcompany.com