Discord ersetzt Electron durch Rust-basierte Architektur
Discord stellt seinen Desktop-Client auf Rust und das GPUI-Framework um, um den Arbeitsspeicherverbrauch des Dienstes deutlich zu senken.
Discord vollzieht einen Wechsel der zugrundeliegenden Technologie für seinen Desktop-Client und löst die bisherige Electron-Architektur durch eine Rust-basierte Lösung ab. CTO Stanislav Vishnevsky bestätigte, dass das Unternehmen das GPU-beschleunigte Framework GPUI einsetzt, um die Software deutlich effizienter zu gestalten. Die bisherige Electron-Version war häufig für ihre hohen Speicheranforderungen kritisiert worden, die im Betrieb bis zu 4 GB erreichen konnten.
Erste Messungen des intern als „Discord Phoenix“ bezeichneten Clients ergaben einen RAM-Verbrauch von etwa 290 MB, selbst bei aktivem Betrieb mit mehreren Benutzerkonten. Durch den Verzicht auf die vollständige Chromium-Laufzeitumgebung von Electron entfällt ein wesentlicher Teil des Overhead. Das neue System greift lediglich für eingebettete Webinhalte auf die systemeigenen Web-Engines zurück.
Zusätzlich plant Discord, die mobile Entwicklung auf Rust umzustellen, um den Code zwischen den verschiedenen Plattformen besser zu teilen, während die native Benutzeroberfläche unter iOS und Android erhalten bleibt. Ein offizieller Veröffentlichungstermin für den neuen Desktop-Client steht noch aus.