Aufhebung der Roadless Rule bedroht US-Wildtiere und Wasserressourcen
Der Plan der US-Regierung, die Roadless Rule von 2001 rückgängig zu machen, bedroht die verbleibenden straßenlosen Gebiete des Landes und ihre Ökosysteme erheblich.

Der Plan der US-Regierung, die „Roadless Rule“ (Regel für straßenlose Gebiete) aus dem Jahr 2001 aufzuheben, bedroht die verbleibenden straßenlosen Gebiete des Landes und deren Ökosysteme erheblich. Bereits jetzt sind etwa 95 Prozent der öffentlichen Flächen in den unteren 48 Bundesstaaten von Straßen durchzogen, und eine Rücknahme der Regel würde die verbleibenden Gebiete für die Entwicklung freigeben.
Beispielsweise ist der Tongass-Nationalforst in Südost-Alaska, einer der größten verbliebenen gemäßigten Regenwälder des Landes, bedroht. Das Gebiet beherbergt zahlreiche Arten, darunter Adler, Bären und Lachse, die auf den ungestörten Zustand des Waldes angewiesen sind. Eine Aufhebung der Regel könnte zu Holzeinschlag und Infrastrukturentwicklung führen und damit die Lebensräume dieser Arten zerstören.
Die Roadless Rule wurde ursprünglich geschaffen, um wertvolle Naturgebiete vor dem Bau von Straßen und anderer Erschließung zu schützen. Ihre geplante Aufhebung gibt Anlass zur Sorge bei Umweltgruppen und der wissenschaftlichen Gemeinschaft, die vor weitreichenden Schäden für die biologische Vielfalt und die Wasserqualität warnen.
Forscher und Naturschützer betonen, dass die Erhaltung selbst dieser letzten unberührten Gebiete für die Gesundheit der Ökosysteme und die langfristige Nachhaltigkeit von entscheidender Bedeutung ist. Die Folgen der Aufhebung der Roadless Rule werden derzeit geprüft, und die Entscheidung könnte weitreichende Auswirkungen auf die Naturschutzpolitik der USA haben.