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Fertigung

40-Stunden-Streik bei Großbäckerei Ditsch wegen Lohnunterschieden

Die Gewerkschaft NGG hat die Beschäftigten der Großbäckerei Ditsch in Oranienbaum zu einem 40-stündigen Warnstreik aufgerufen. Ziel ist die Angleichung der Löhne zwischen Ost- und Westdeutschland.

14. Juli 2026
40-Stunden-Streik bei Großbäckerei Ditsch wegen Lohnunterschieden

Die Belegschaft der Großbäckerei Ditsch in Oranienbaum hat sich an einem 40-stündigen Warnstreik beteiligt. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) rief die rund 600 Beschäftigten zu der Arbeitsniederlegung auf, um auf die Lohnunterschiede zwischen ost- und westdeutschen Arbeitnehmern in der Ernährungswirtschaft aufmerksam zu machen.

Der Streik begann am Freitag und endete am Samstagmorgen. Laut Gewerkschaft wurde währenddessen nur ein Minimalbetrieb aufrechterhalten. Die NGG kritisierte das Angebot der Arbeitgeber, welches eine schrittweise Erhöhung der Löhne um etwa 12 Prozent innerhalb von drei Jahren vorsieht. Die Gewerkschaft hält dies für unzureichend, um die bestehende Lohnlücke zu schließen. Eine Urabstimmung ergab, dass 88 Prozent der NGG-Mitglieder das Angebot ablehnten.

"Es geht darum, aus dem Billiglohn-Osten herauszukommen. Dafür muss die Lohnlücke zwischen Ost und West geschlossen werden", erklärte Olaf Klenke von der NGG. Die Lohnunterschiede könnten laut Gewerkschaft bis zu einem Drittel betragen im Vergleich zu den Kollegen in Westdeutschland.

Ditsch, ein Unternehmen der Schweizer Valora-Gruppe und Weltmarktführer für Laugengebäck, rechnet eigenen Angaben zufolge nicht mit Auswirkungen auf die Kundenbelieferung. Das Unternehmen habe die Tariflöhne am Standort Oranienbaum bereits freiwillig zum 1. Juni 2026 um 3,5 Prozent erhöht. Die nächste Verhandlungsrunde ist für kommenden Mittwoch angesetzt.

Originalquelle: mdr.de