DJI-Technologie kartiert gefährlichen Khumbu-Eisbruch am Mount Everest
DJI's Drohnen- und Softwaretechnologie wurde zur genauen Kartierung des tückischen Khumbu-Eisbruchs am Mount Everest vor der Klettersaison eingesetzt. Die Methode erhöht die Sicherheit der Kletterer durch Reduzierung riskanter Eisbruch-Passagen.

DJI, ein weltweit führender Anbieter von zivilen Drohnen und kreativer Kameratechnologie, hat Details seines Projekts zur Kartierung des Khumbu-Eisbruchs am Mount Everest veröffentlicht. Das nepalesische Drohnenunternehmen Airlift Technology setzte DJI Matrice 4E-Drohnen und die DJI Terra-Software ein, um hochauflösende 3D-Modelle der Route zu erstellen, die als einer der gefährlichsten Abschnitte des Aufstiegs gilt.
Traditionell erforderte die Sicherung des Khumbu-Eisbruchs wochenlange gefährliche Arbeit durch ein Team von Sherpas, bekannt als „Icefall Doctors“. Sie inspizieren das Gelände zu Fuß, stellen Leitern auf und befestigen Seile. Die neue Drohnentechnologie ermöglicht es, Erkundungen in Höhen über 6.000 Metern und bei Temperaturen unter -20 °C innerhalb weniger Stunden durchzuführen. Die DJI Matrice 4E kartierte in nur 3,5 Stunden über 3 Quadratkilometer des Eisbruchs.
Die gesammelten Flugdaten wurden anschließend in DJI Terra verarbeitet, um zentimetergenaue 3D-Modelle zu erstellen. Diese Modelle halfen Expeditionen bei der Identifizierung von Gletscherspalten, Oberflächenverschiebungen und Seraks (Eistürmen). Durch den Vergleich von Modellen aus verschiedenen Zeiträumen konnten Eisbewegungen verstanden und instabile Bereiche identifiziert werden, was eine sicherere Routenplanung und Platzierung von Ausrüstung ermöglichte.
Die Technologie erwies sich während der Klettersaison 2026 als entscheidend, als sich ein seltenes, großflächiges Serakfeld bildete, das die Route zum Gipfel blockierte und Hunderte von Kletterern einschloss. Drohnendaten ermöglichten eine schnelle Rekonstruktion neuer Routen, was Rettungsaktionen ermöglichte und eingeschlossene Kletterer befreite. Darüber hinaus liefert die Fähigkeit zur schnellen und wiederholten Modellierung wertvolle Daten für Wissenschaftler zur Überwachung von Gletscherveränderungen und zum Verständnis der Auswirkungen des Klimawandels.