DKW F1 begründete vor 90 Jahren die Frontantriebs-Serienfertigung
Der DKW F1, eingeführt 1931, war das weltweit erste Serienfahrzeug mit Frontantrieb. Dieser technologische Meilenstein legte den Grundstein für Audis heutige „Vorsprung durch Technik“-Philosophie.

Der DKW F1, der 1931 auf der Berliner Automobilausstellung vorgestellt wurde, war im Erscheinungsjahr das weltweit erste Serienfahrzeug mit Frontantrieb. Dieser technische Fortschritt stellte eine bedeutende Entwicklung in der Automobilherstellung dar und legte den Grundstein für die weitere Evolutuion der Branche.
Jörgen Skafte Rasmussen erwarb 1928 eine Mehrheitsbeteiligung an der Audi Werke AG. Angesichts der starken Konkurrenz aus Amerika und der sich verschärfenden Weltwirtschaftskrise benötigte das Unternehmen dringend ein neues Produkt, um sein Überleben zu sichern. Rasmussen entschied sich für die schnelle Entwicklung eines neuen Kleinwagens, der auf DKW's wassergekühlten Motorradmotor und Frontantrieb auf einem leichten Stahlrohrrahmen basieren sollte.
Das Projekt 'F1' wurde zügig umgesetzt, und das neue DKW-Frontantriebsmodell absolvierte Ende November 1930 seine erste Testfahrt. Präsentiert auf der Berliner IAA 1931, entwickelte es sich schnell zu einem Verkaufserfolg und war das meistverkaufte Modell der Auto Union. Bis 1942 wurden rund 270.000 Einheiten produziert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg bildeten die DKW-Frontantriebswagen die Basis für den Wiederaufbau der Auto Union in Westdeutschland. Zwischen 1949 und 1966 wurden in Deutschland DKW-Personenwagen gebaut, und die Produktion unter Lizenz wurde bis 1968 in Argentinien und Brasilien fortgesetzt. Der Erfolg von DKWs Frontantriebstechnologie trug maßgeblich zur Entwicklung der Ingenieurskunst bei Audi bei.