Dongfeng Nissan: Keine Abkürzungen in der Automobilherstellung
Dongfeng Nissans stellvertretender Geschäftsführer Wang Qian erklärte, dass eine schnelle Fahrzeugherstellung im Stil von Fast-Moving Consumer Goods das größte Risiko für die Branche darstellt. Er betonte die Verpflichtung des Unternehmens zu rigorosen Tests und Qualitätsstandards.

Dongfeng Nissans stellvertretender Geschäftsführer Wang Qian hat öffentlich erklärt, dass die schnelle Produktion von Fahrzeugen, ähnlich wie bei schnelllebigen Konsumgütern, das größte Risiko für die Automobilindustrie darstellt. Diese Haltung steht im Einklang mit den von SAIC Volkswagen vorgeschlagenen „drei Prinzipien der Automobilherstellung“, zu denen auch die Ablehnung von „übereilten Autos“, „knapp konformen Autos“ und „Doppelstandard-Autos“ gehört.
Qian stellte klar, dass „Automobilherstellung als schnelllebiges Konsumgut“ ein falsches Konzept sei. Die eigentliche Gefahr liege in der „Fast-Production-Automobilherstellung“, was er als Vermeidung komprimierter Produktentwicklungs- und Validierungszyklen zur reinen Marktdurchdringung erklärte. Dongfeng Nissan führt Berichten zufolge umfangreiche Dauertests an seinen Motoren durch, die kumulativ 7,5 Millionen Kilometer umfassen, und schließt über 10.000 Startvalidierungen unter extremen Umgebungsbedingungen ab, um durch überstürzte Produkteinführungen entstehende Zuverlässigkeitsprobleme zu vermeiden.
Das Prinzip, keine „knapp konformen Autos“ zu bauen, signalisiert ein Qualitätsengagement, das über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgeht. Der Entwicklungsprozess von Dongfeng Nissan umfasst über 7.400 Forschungs- und Entwicklungsexperimente, mehr als 5.500 Qualitätsbestätigungen in der Prototypenphase und über 2.000 Qualitätsprüfungen während der Massenproduktion. Das Prinzip „keine Doppelstandard-Autos“ stellt sicher, dass inländische und globale Kunden die gleichen Qualitätsstandards erhalten, ohne Unterschiede je nach Markt.
Die Debatte um „übereilte Autos“ hat in letzter Zeit an Bedeutung gewonnen, wobei Branchenvertreter Praktiken kritisieren, die Testphasen verkürzen, um die Markteinführung zu beschleunigen, was die Sicherheit beeinträchtigen könnte. Daten deuten auf eine Flut von monatlich auf den Markt gebrachten neuen Automodellen und einen erheblichen Anstieg von Rückrufen bei heimischen Marken hin. Auch andere Automobilmanager haben sich zu Wort gemeldet, wobei einige argumentieren, dass kurze Entwicklungszeiten nicht zwangsläufig „übereilte Autos“ bedeuten, solange alle notwendigen Validierungsprozesse abgeschlossen werden.