Driscoll's wegen "Ewigkeitschemikalien" in Erdbeeren verklagt
Der weltgrösste Beerenhändler Driscoll's sieht sich einer Sammelklage gegenüber. Käufer behaupten, dass konventionelle Erdbeeren acht Arten von PFAS "Ewigkeitschemikalien" enthalten.

Driscoll's, der weltweit grösste Beerenhändler, ist mit einer Sammelklage konfrontiert, die von sechs Käufern in vier Bundesstaaten eingereicht wurde. Die Klage behauptet, dass konventionelle Erdbeeren des Unternehmens Rückstände von acht Arten sogenannter "Ewigkeitschemikalien" (PFAS) enthalten.
Tests, die von der Verbraucherschutzorganisation Mamavation in Auftrag gegeben wurden, sollen ergeben haben, dass eine Packung konventioneller Driscoll's-Erdbeeren, die als "die feinsten" beworben werden, Rückstände von 12 Pestiziden enthielt, darunter acht PFAS. Bei Bio-Erdbeeren von Driscoll's wurden keine solchen Rückstände festgestellt.
PFAS sind bekannt für ihre extreme Langlebigkeit in der Umwelt und können Tausende von Jahren zum Abbau benötigen. Gesundheitsbehörden haben diese Chemikalien mit verschiedenen Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht, darunter erhöhte Risiken für Nieren- und Hodenkrebs sowie Leberschäden und Immunsuppression.
Die Kläger werfen Driscoll's "Greenwashing" vor und behaupten, das Unternehmen habe umweltfreundliche Praktiken propagiert, während es tatsächlich PFAS-haltige Pestizide verwendet habe. Die Käufer argumentieren, sie hätten die Erdbeeren nicht gekauft oder einen höheren Preis gezahlt, wenn sie von der angeblichen PFAS-Kontamination gewusst hätten.