Autonome Züge: Forschung auf Bahnstrecke Lütjenburg
Auf der 17 Kilometer langen Strecke zwischen Lütjenburg und Malente werden autonome Züge erprobt. Das Projekt zielt darauf ab, stillgelegte ländliche Bahnverbindungen wiederzubeleben.

Ein Forschungsteam hat am Donnerstag in Lütjenburg seine Fortschritte bei der Entwicklung autonomer Züge vorgestellt. Ziel ist es, dass Züge zukünftig ohne Lokführer eigenständig verkehren können. Derzeit laufen auf der 17 Kilometer langen Bahnstrecke zwischen Lütjenburg und Malente Praxistests.
Getestet werden kleine, führerlose Schienenfahrzeuge, die mit KI-Kameras zur Hinderniserkennung ausgestattet sind. Eines der erprobten Fahrzeuge ist eine Leichtbaukonstruktion, die mit Solarenergie betrieben wird. Studierende haben zudem neue Licht- und Raumkonzepte zur Verbesserung des Fahrgastkomforts entwickelt.
Das Hauptziel des Forschungsprojekts "REAKT" ist die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken, um die Mobilität im ländlichen Raum ohne eigenes Auto zu verbessern. Das Bundesforschungsministerium fördert das Vorhaben bis Ende 2028 mit fünf Millionen Euro. Die Erkenntnisse sollen als Modell für hunderte ähnlicher Strecken in ganz Deutschland dienen.
Derzeit finden Gleisbauarbeiten statt, im Anschluss sollen Museumszüge die Strecke befahren. Diese technologische Entwicklung könnte neue Lösungen für die Mobilitätsherausforderungen ländlicher Gebiete bieten und nachhaltiges Reisen fördern.