Drohnenangriffe auf St. Petersburg: Schäden und Verletzte gemeldet
Russische Behörden melden mehrere Verletzte und Infrastrukturschäden in Sankt Petersburg nach ukrainischen Drohnenangriffen. Der größte Flughafen der Stadt stellte vorübergehend den Betrieb ein.

Russische Behörden haben nach ukrainischen Drohnenangriffen Schäden und Verletzte in Sankt Petersburg gemeldet. Gouverneur Alexander Beglow gab an, dass die Infrastruktur in mehreren Bezirken beschädigt worden sei, ohne jedoch Details zum Ausmaß der Schäden zu nennen. Alle Rettungsdienste seien in erhöhter Alarmbereitschaft.
Der größte Flughafen der Stadt, Pulkowo, stellte wegen der Angriffe seinen Betrieb für mehrere Stunden ein. Laut Angaben der Ukraine zielten die Angriffe darauf ab, das mehrtägige Wirtschaftsforum zu stören, an dem auch der russische Präsident Wladimir Putin teilnehmen sollte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte Videomaterial in sozialen Medien, das ein brennendes Öl-Terminal zeigt, und behauptete, das Öllager St. Petersburg sowie die Militärbasis Kronstadt seien getroffen worden.
Russische Behörden gaben an, mehrere Drohnen über der Leningrader Region und im Anflug auf Moskau abgefangen zu haben. Laut dem Gouverneur der Leningrader Region wurden dort 59 Drohnen abgeschossen. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin meldete, dass 13 Drohnen von der Luftabwehr nahe der Hauptstadt abgefangen wurden. In der Stadt Michurinsk in der Region Tambow wurden nach einem ukrainischen Angriff zudem mehrere Gebäude beschädigt, darunter Industrieanlagen, ein Wohnhaus und eine Bibliothek, es gab jedoch keine Berichte über Verletzte.