Drohnen jagen Brände unter den Cairngorms
Drohnen entdecken noch immer schwelende Glut unter der Erde im schottischen Nationalpark Cairngorms Monate nach einem Großbrand. Wärmebildtechnik hilft bei der Ortung verborgener Gefahren unter der Oberfläche.

Im schottischen Nationalpark Cairngorms werden Drohnen mit Wärmebildkameras eingesetzt, um versteckte Glutnester unter der Erde aufzuspüren. Diese sind Überreste eines großen Waldbrandes, der sich im Juli ereignete. Obwohl die sichtbaren Flammen erloschen sind, können heiße Stellen unter der Oberfläche neue Brände auslösen.
Drohnenpilot Pete Short berichtet regelmäßig, dass er wöchentlich bis zu acht aktive Glutnester findet. Die von der Wärmebildkamera identifizierten Orte, die auf dem Bildschirm als heiße Zonen erscheinen, werden anschließend im Gelände untersucht. Das Abkratzen von Erde kann Rauch freilegen, was darauf hindeutet, dass das Feuer noch unter der Oberfläche schwelt.
Der ursprüngliche Waldbrand, der im Juli begann und rund 33 Quadratkilometer verwüstete, erforderte schnelles Handeln. Während des Brandes wurden mehrere Drohnen eingesetzt, um den Löschkräften Informationen zu liefern. Die aktuelle Herausforderung besteht darin, die verbleibenden, versteckten Gefahren effizient zu identifizieren und zu löschen.
Lokale Forstbetreiber, wie Ben Jones, leitender Manager des RSPB in Abernethy, nutzen die von den Drohnen gesammelten Daten. Dies ermöglicht es ihnen, begrenzte Ressourcen genau dort einzusetzen, wo sie am dringendsten benötigt werden, und verhindert, dass kleine Glutnester zu größeren Bränden werden, selbst bei kälterem und feuchterem Wetter.
Trotz der Zerstörung beginnt das Leben in den betroffenen Waldgebieten zurückzukehren. Aus geschwärzten Baumstämmen sprießen neue grüne Triebe und Blumen. Die vollständige ökologische Auswirkung wird jedoch noch bewertet, und die Löschung der verbleibenden unterirdischen Brände ist für die Erholung des Gebiets von entscheidender Bedeutung.