Versorgungsmangel bei Cytarabin-haltigen Arzneimitteln in Deutschland
Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat einen Versorgungsengpass bei Arzneimitteln mit dem Wirkstoff Cytarabin festgestellt. Der Wirkstoff ist essenziell für die Behandlung von akuten Leukämie- und Lymphomformen.

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat einen bestehenden Versorgungsengpass bei Cytarabin-haltigen Arzneimitteln in Deutschland gemeldet. Diese Information wurde dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie den zuständigen Landesbehörden übermittelt.
Cytarabin ist ein Zytostatikum, das für die Behandlung von lebensbedrohlichen Formen bestimmter Leukämie- und Lymphomerkrankungen unerlässlich ist. Es existieren derzeit keine gleichwertigen alternativen Therapieoptionen, was die Bedeutung dieser Medikamente hervorhebt.
Als Ursache für die Lieferengpässe werden Produktionsprobleme bei zwei Herstellern des Wirkstoffs genannt. Auf Basis einer Bekanntmachung des BMG können die Landesbehörden befristet Abweichungen von den arzneimittelrechtlichen Vorgaben gestatten. Dies soll die Behandlung von Patienten mit nicht in Deutschland zugelassenen, aber anderweitig verfügbaren Präparaten ermöglichen.
Apotheken werden gebeten, sich bei Fragen zu diesen Regelungen an ihre zuständigen Behörden zu wenden. Derzeit liegen keine Informationen über die voraussichtliche Dauer des Engpasses oder die Wiederaufnahme der Lieferfähigkeit vor.