Läkemedelssäkerhet central utmaning i norra Tyskland
Schleswig-Holsteins hälsominister Kerstin von der Decken diskuterade läkemedelssäkerhet med branschrepresentanter. Ordförande Babette Reiken betonade behovet av tillförlitliga ramar och finansiering.

Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken traf sich heute mit Vertretern des Landesverbands Nord von Pharma Deutschland und des Verbandes der Chemischen Industrie Landesverband Nord (VCI Nord) in Hohenlockstedt. Im Mittelpunkt des Austauschs bei G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG stand die Arzneimittelversorgung.
Babette Reiken, Vorsitzende des Pharma-Landesverbands Nord, wies auf die besonderen Herausforderungen der pharmazeutischen Industrie bei der Aufrechterhaltung von Produktionsstandorten im Norden hin. Sie betonte den dringenden Bedarf an verlässlichen Rahmenbedingungen und einer gesicherten Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung.
Ministerin von der Decken würdigte den Austausch und bezeichnete die Herausforderungen in der Arzneimittelherstellung und -versorgung als vielschichtig. Sie hob hervor, dass auf europäischer Ebene bereits an der Stärkung der Versorgung mit kritischen Medikamenten gearbeitet wird und die Landesregierung sich weiterhin für optimale Rahmenbedingungen einsetzen werde.
Weitere Diskussionspunkte umfassten Bevorratungspflichten sowie die Preisgestaltung für Basismedikamente und Neuentwicklungen. Aus Sicht des Pharmaverbandes ist eine Anpassung des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG) notwendig, um die wirtschaftliche Sicherung und Vielfalt der Arzneimittelversorgung in Norddeutschland zu gewährleisten.
Ilse Boskamp von G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG hob die Verantwortung ihres Familienunternehmens hervor, Patienten lokal zu versorgen. Sie erklärte, dass verlässliche Rahmenbedingungen für die Produktion in Hohenlockstedt unerlässlich seien und eine Verbesserung der GKV-Basisversorgung ohne Beitragserhöhung zur Stabilisierung der Demokratie beitragen könne.