Duke-NUS und Lion TCR lizenzieren immunsuppressionsresistente Krebs-T-Zellen
Die Duke-NUS Medical School und das Biotech-Unternehmen Lion TCR haben eine Lizenzvereinbarung für gentechnisch veränderte T-Zellen zur Behandlung von wiederkehrenden Krebserkrankungen nach Organtransplantationen unterzeichnet.

Die Duke-NUS Medical School in Singapur und das Biotechnologieunternehmen Lion TCR haben eine weltweite Exklusivlizenzvereinbarung unterzeichnet. Die Vereinbarung deckt die Nutzung von gentechnisch veränderten T-Zellen ab, die zur Behandlung von Krebsarten entwickelt wurden, welche nach Organtransplantationen wieder auftreten.
Die Methode, entwickelt von Professor Antonio Bertoletti und seinen Kollegen an der Duke-NUS, verwendet T-Zellen, die gentechnisch so verändert wurden, dass sie immunsuppressiven Medikamenten widerstehen. Diese Medikamente sind für Transplantatempfänger unerlässlich, um eine Organabstoßung zu verhindern, beeinträchtigen jedoch die Wirksamkeit von T-Zell-Therapien. Die "gepanzerten" T-Zellen können Krebszellen zerstören, ohne behindert zu werden.
Lion TCR plant, diese Technologie mit seiner proprietären T-Zell-Rezeptorbibliothek zu kombinieren, um die T-Zell-Rezeptortherapie für Leberkrebs und andere Krankheiten weiterzuentwickeln. Die modifizierten T-Zellen könnten auch zur Behandlung von Erkrankungen im Zusammenhang mit immunsuppressiver Therapie eingesetzt werden, wie z. B. die Reaktivierung des Epstein-Barr-Virus oder des Cytomegalovirus.
Das Wiederauftreten von hepatozellulärem Karzinom nach einer Lebertransplantation stellt eine erhebliche klinische Herausforderung dar. Die von Duke-NUS entwickelten, medikamentenresistenten T-Zellen haben sich als wirksam bei der Eliminierung von Krebszellen über einen Zeitraum von bis zu vier Tagen erwiesen, selbst in Gegenwart immunsuppressiver Wirkstoffe.
Diese Zusammenarbeit zielt darauf ab, die neuartige Krebsbehandlung für Patienten zugänglich zu machen, die aufgrund gleichzeitiger immunsuppressiver Medikamentenregime bisher keinen Zugang dazu hatten. Der CEO von Lion TCR, Peng Xiaoming, äußerte sich begeistert über das Potenzial der Technologie zur Erweiterung der Produktpipeline des Unternehmens.