Duke-NUS erhält EU-Förderung von 2 Mio. € zur früheren Krankheitsausbruchserkennung in Asien mittels Abwasserüberwachung
Die Duke-NUS Medical School erhält 2 Millionen Euro von der EU zur Verbesserung der Kapazitäten Asiens bei der Früherkennung von Krankheitsausbrüchen durch Abwasserüberwachung. Das Projekt zielt darauf ab, Frühwarnsysteme in regionalen Ländern zu etablieren.

Die Duke- NUS Medical School hat eine Förderung von 2 Millionen Euro von der Europäischen Union für die Umsetzung des Projekts ADWANCE-Asia erhalten. Diese dreijährige Initiative konzentriert sich auf die Stärkung von Systemen zur Überwachung von Abwasser und Umwelt (WES) in asiatischen Ländern, insbesondere in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Ziel ist die Etablierung von Frühwarnsystemen auf Bevölkerungsebene, die in der Lage sind, Bedrohungen durch Infektionskrankheiten zu erkennen, bevor es zu einer breiten Ausbreitung und einem Anstieg von klinischen Fällen kommt.
Das Projekt wird vom Centre for Outbreak Preparedness (COP) der Duke-NUS geleitet und durch das EU4Health-Programm der EU finanziert, speziell im Rahmen der Ausschreibung „Asia Pathogen Genomics Initiative (Asia PGI) to support wastewater surveillance for health threats’ early detection“. Die Abwasserüberwachung, kombiniert mit fortschrittlicher genomischer Sequenzierung mehrerer Krankheitserreger, bietet eine kostengünstige und schnelle Methode zur Überwachung zirkulierender Bedrohungen in Gemeinschaften. Dies ist besonders wertvoll in Regionen, in denen die klinische Überwachung aufgrund von Ressourcenbeschränkungen, geringen Testraten oder verzögerten Meldungen begrenzt ist.
Das Kick-off-Meeting von ADWANCE-Asia fand am 8.-9. Juni 2026 in Kuala Lumpur, Malaysia, statt. An der Veranstaltung nahmen Vertreter der Europäischen Kommission, Projektkoordinatoren und regionale Partner teil, um operative Ansätze abzustimmen und die Projektumsetzung zu planen. Das Projekt wird sich auf vier Schlüsselbereiche konzentrieren: Stärkung der Netzwerkkollaboration in Asien, Kapazitätsaufbau durch Schulungen, Entwicklung und Skalierung genomikbasierter Überwachungsprogramme sowie die Generierung strategischer Evidenz und die Integration von Überwachungssystemen zur Entscheidungsfindung.
Der stellvertretende Professor Vincent Pang Junxiong von der Duke-NUS, Projektleiter für ADWANCE-Asia, betonte die Fähigkeit der Methode, den Behörden zu helfen, aufkommenden Bedrohungen immer einen Schritt voraus zu sein. Er wies darauf hin, dass aus einer einzigen Abwasserprobe mehrere Krankheitserreger nachgewiesen werden können, was ein früheres Signal für die potenzielle Zirkulation in der Bevölkerung liefert. Laurent Muschel, Vertreter der Europäischen Kommission, bekräftigte das Engagement der EU zur Verbesserung von Frühwarnsystemen und hob die Bedeutung von Projekten wie ADWANCE-Asia für die Verbesserung der globalen Pandemiebereitschaft hervor.
Das Projekt zielt darauf ab, die Früherkennung von Krankheiten zu verbessern und eine schnellere Reaktion in der gesamten asiatischen Region zu ermöglichen, was zu den globalen Bemühungen zur Pandemiebekämpfung beiträgt. Die EU hat die abwasserbasierte epidemiologische Überwachung in mehreren Kontinenten im Rahmen einer weltweiten Anstrengung zur Einrichtung wirksamer Frühwarnsysteme unterstützt.