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Gesundheit

Duke-NUS-Studie: Peer-Support kann Erwachsenen mit Angst oder Depression helfen, Hilfe zu suchen

Eine Studie in Singapur zeigt, dass die meisten Erwachsenen mit Angstsymptomen oder Depressionen offen für Peer-Support sind, auch wenn sie keine professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

23. Juni 2026
Duke-NUS-Studie: Peer-Support kann Erwachsenen mit Angst oder Depression helfen, Hilfe zu suchen

Eine Studie in Singapur hat ergeben, dass die Mehrheit der Erwachsenen mit Angst- oder Depressionssymptomen offen für die Unterstützung durch Gleichgesinnte (Peers) ist, auch wenn sie oft keine professionelle psychische Gesundheitsversorgung in Anspruch nehmen. Die Forschung, durchgeführt von der Duke-NUS Medical School in Zusammenarbeit mit Institutionen wie dem Institute of Mental Health (IMH), wurde im Singapore Medical Journal veröffentlicht.

Die Ergebnisse legen nahe, dass Peer-Support eine wichtige Ergänzung zu bestehenden Gesundheitssystemen darstellen könnte, indem er einen gemeinschaftsbasierten Weg bietet, der mehr Menschen ermutigen könnte, früher Hilfe zu suchen. Die Studie ergab, dass 77 Prozent der befragten Erwachsenen mit Angstsymptomen oder Depressionen keine Behandlung von Fachleuten für psychische Gesundheit wie Psychiatern oder Psychologen in Anspruch genommen hatten.

Trotz dieser Zurückhaltung gegenüber formeller Hilfe äußerten 62 Prozent der Befragten die Bereitschaft, Unterstützung von Gleichgesinnten mit ähnlichem Hintergrund oder ähnlichen Lebenserfahrungen zu erhalten. Dies unterstreicht die potenzielle Rolle informeller, gemeindebasierter Unterstützung bei der Bewältigung unerfüllter Bedürfnisse im Bereich der psychischen Gesundheit. Präferenzen zeigten, dass 51 Prozent eine Einzel-Peer-Unterstützung gegenüber Gruppensettings bevorzugten, während 43 Prozent virtuelle Interaktionen vorzogen.

Die Daten stammen aus einer Online-Umfrage unter 350 Erwachsenen in Singapur. Die Studie identifizierte auch Faktoren, die die Offenheit für Peer-Support beeinflussen. Jüngere Erwachsene und diejenigen, die zuvor professionelle Hilfe gesucht hatten, waren empfänglicher. Personen in Führungspositionen zeigten ebenfalls eine höhere Neigung zu informeller Betreuung im Vergleich zu Personen in nicht-leitenden Positionen.

Die stellvertretende Professorin Irene Teo von Duke-NUS, Erstautorin der Studie, bemerkte, dass die Angst vor Stigmatisierung die professionelle Versorgung einschüchternd machen kann. Die informelle und nachvollziehbare Natur von Peer-Support kann diese psychologischen Barrieren senken. Professor Eric Finkelstein fügte hinzu, dass die Unterstützung im Bereich der psychischen Gesundheit kein "Einheitsansatz" ist und Peer-Support eine entscheidende Komponente einer wirksamen psychischen Gesundheitsversorgung sein kann.

Originalquelle: duke-nus.edu.sg