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Technologie

Neue Betrugsmasche bei Online-Retouren belastet Händler

Betrüger nutzen automatisierte Rückgabeprozesse auf E-Commerce-Plattformen aus, indem sie nach dem Kauf billige Ersatzware statt des Originalprodukts zurückschicken.

4. November 2026

Auf E-Commerce-Plattformen breitet sich eine Betrugsmethode aus, bei der Käufer Produkte erwerben, diese jedoch bei einer Rücksendung durch minderwertige Artikel ersetzen. Da viele Logistikzentren den Eingang von Paketen automatisch bestätigen, wird der Rückerstattungsprozess sofort eingeleitet, ohne dass der Verkäufer die Gelegenheit erhält, den Inhalt zu prüfen.

Betroffene Händler berichten, dass die automatisierten Systeme der Plattformen kaum Raum für Einsprüche lassen. Ohne lückenlose Video-Beweise der Paketöffnung ist es für Verkäufer nahezu unmöglich, die Fälschung zu beweisen. Viele sehen sich gezwungen, direkt mit Lieferanten zu kommunizieren, um Verluste auszugleichen, da die Plattformen den Fall nach der automatischen Bestätigung oft als abgeschlossen betrachten.

Die Betreiber der Handelsplattformen betonen zwar, dass Rückerstattungen idealerweise auf Konsens basieren, doch die Realität der algorithmischen Prozesse schränkt diesen Spielraum oft ein. Zwar gibt es in China bereits regulatorische Vorgaben, die Händler vor erzwungenen Rückerstattungen schützen sollen, doch die praktische Umsetzung bleibt mangelhaft.

Rechtsexperten fordern daher eine verpflichtende manuelle Prüfung durch die Plattformen bei strittigen Rücksendungen. Solange keine verbindlichen Instanzen für eine sachliche Überprüfung existieren, bleiben die Verkäufer dem Risiko durch diese Manipulationsversuche ausgesetzt.

Originalquelle: ithome.com