eBay zahlt 56 Millionen Dollar im Cyberstalking-Fall
Der E-Commerce-Gigant eBay und drei ehemalige Führungskräfte zahlen fast 56 Millionen Dollar zur Beilegung einer Cyberstalking-Klage. Der Fall betraf eine bizarre Belästigungskampagne gegen ein Paar in Massachusetts im Jahr 2019.

Der E-Commerce-Riese eBay und drei seiner ehemaligen Führungskräfte haben einer Vergleichszahlung von insgesamt 55,7 Millionen Dollar zugestimmt, um eine langwierige Klage beizulegen. Der Fall wurzelt in einer bizarren Belästigungs- und Cyberstalking-Kampagne, die 2019 gegen das Ehepaar David und Ina Steiner in Massachusetts gerichtet war.
Die Steiners, die den Newsletter EcommerceBytes betreiben, reichten 2021 Klage gegen eBay und ehemalige Führungskräfte, darunter den ehemaligen CEO Devin Wenig, ein. Ihre Klage warf dem Unternehmen und seinen Führern vor, die Kampagne orchestriert zu haben, um sie aufgrund ihrer kritischen Berichterstattung über eBay einzuschüchtern. Die Belästigungen sollen unter anderem den Versand lebender Insekten, einer blutigen Schweinemaske und eines Trauerkranzes an das Haus des Paares umfasst haben.
Der Vergleich beendet einen langwierigen Rechtsstreit, der Anschuldigungen wegen Unternehmensfehlverhaltens und des Missbrauchs von Unternehmensressourcen zur Einschüchterung von Journalisten ans Licht brachte. Der Fall zog erhebliche Aufmerksamkeit auf die Belastungen, denen unabhängige Medien ausgesetzt sind, wenn sie über große Unternehmen berichten.
Obwohl eBay die Einzelheiten des Vergleichs nicht öffentlich dargelegt hat, signalisiert die beträchtliche finanzielle Einigung den Versuch des Unternehmens, die Angelegenheit abzuschließen. Die Lösung zielt darauf ab, weitere Gerichtsverfahren und die negative Publizität im Zusammenhang mit den Cyberstalking-Vorwürfen zu vermeiden.