eBay zahlt 46 Mio. Dollar an Journalisten nach Belästigungskampagne
eBay und drei ehemalige Führungskräfte zahlen fast 56 Millionen Dollar zur Beilegung einer Klage wegen Cyberstalking und Belästigungskampagne gegen zwei Journalisten. Die Kampagne umfasste bedrohliche Lieferungen und Online-Belästigungen.

Der Online-Marktplatz eBay und drei seiner ehemaligen Führungskräfte haben zugestimmt, fast 56 Millionen Dollar zu zahlen, um eine Klage beizulegen, die aus einer Cyberstalking- und Belästigungskampagne gegen zwei Journalisten im Jahr 2019 resultierte. Die Kampagne soll darauf abgezielt haben, die Berichterstattung der Journalisten über eBay-bezogene Themen zu unterbinden.
Die Opfer, Ina und David Steiner, die die Nachrichtenseite EcommerceBytes betreiben, berichteten, dass sie bedrohliche Pakete an ihr Zuhause erhielten. Diese enthielten lebende Kakerlaken, einen Trauerkranz und eine blutige Schweinemaske. Die Belästigungen erstreckten sich auch auf E-Mails, Twitter-Nachrichten und den Versuch, ein GPS-Ortungsgerät an ihrem Auto zu installieren.
Zuvor wurden strafrechtliche Anklagen gegen mehrere beteiligte ehemalige eBay-Mitarbeiter erhoben, die zu Schuldanerkenntnissen und Gefängnisstrafen führten. Die Steiners reichten ihre Zivilklage im Jahr 2021 ein, um Schadensersatz für die andauernde Belästigung zu fordern.
Die zivile Einigung beläuft sich auf insgesamt 55,7 Millionen Dollar und beinhaltet sowohl Entschädigungen für die Opfer als auch Verpflichtungen gegenüber wohltätigen Zwecken. Diese bedeutende Einigung zielt darauf ab, Journalisten vor ähnlichen Einschüchterungstaktiken zu schützen.